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Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?

Zeitschrift Nervenheilkunde

Diese Frage versuchen S. Müller und A. Zaracko in einem Aufsatz zu beantworten, der in der Zeitschrift Nervenheilkunde veröffentlicht wurde. Schnellleser sehen sich meist zuerst das Fazit, das Ende des Artikels an, und das stimmt scheinbar versöhnlich:

Mit Respekt auf die Autonomie des Kindes und sein Recht, später selbst zu entscheiden, ob es in der Welt der Hörenden oder der Deaf Community oder in beiden leben möchte, empfehlen wir – wie inzwischen auch der Bundeselternverband gehörloser Kinder e. V. –, gehörlose Kinder sowohl mit einem CI zu versorgen, als auch Gebärdensprache erlernen zu lassen. Statt des Entweder-oder sollte im Interesse der betroffenen Kinder ein Sowohl-alsauch ermöglicht werden.

CI PLUS Gebärdensprache, das klingt doch wirklich sehr versöhnlich. Aber hat der Bundeselternverband wirklich die Versorgung mit einem CI empfohlen?

Und wer ein wenig genauer hinschaut, findet auch dies:

Verweigern nun die Eltern die Versorgung ihres Kindes mit einem CI, kann beispielsweise der das Kind behandelnde Arzt das zuständige Familiengericht anrufen, das dann zu prüfen hat, ob ein Sorgerechtsentzug für die Frage der Versorgung mit einem CI vorzunehmen ist. Ein vollständiger Entzug des Sorgerechts stünde dabei nicht zur Debatte, sondern nur der Entzug des Sorgerechts für diese bestimmte Gesundheitsfrage. Bislang gibt es aber noch keine Präzedenzfälle.

Ein schwacher Trost: NOCH hat es keinen solchen Fall gegeben. Aber es könnte ihn durchaus geben. Ärzte und Richter wissen schließlich genau, dass Hören besser ist als Taubsein. Haarsträubend! Schlimm genug, dass "Fachleute" Eltern traktieren, ihr gehörloses Kind implantieren zu lassen. Demnächst könnten sie womöglich dafür sorgen, dass Eltern das Sorgerecht (nur für diese Entscheidung natürlich!) genommen wird und Kinder zwangsimplantiert werden. Kommen da nicht unselige Erinnerungen hoch? - Aber die Kinder haben ja ein "Recht auf ein CI!"

Diesen Artikel muss man gelesen haben:
Neuroethik & Neurophilosophie: Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?
[Free download] anklicken!

P.S.: Dazu passt ein Fall, der zur Zeit in den USA vor Gericht verhandelt wird. Eine Frau hat ihren geschiedenen Mann verklagt, weil er die gemeinsame Tochter nicht zwingt, ihre CIs zu tragen, sondern in ASL mit ihr kommuniziert:
Man Faces Contempt of Court for Not Forcing Daughter to Wear Ear Implants

Schule 2010 – Gelungene Bildung, jetzt!

Schule 2010 - Gelungene Bildung, jetzt!

Die nächste Tagung des Bundeselternverbands Gehörloser Kinder e.V. findet vom 13.-16. Mai in Duderstadt unter dem Motto "Schule 2010 – Gelungene Bildung, jetzt!" statt. Wenn die Eltern mit der Bildung ihrer Kinder rundum zufrieden wären, würden sie sicherlich nicht auf dieses Thema kommen, und das "jetzt!" lässt darauf schließen, dass ihre Geduld überstrapaziert ist. Ausgehend von der Frage, wie die Bildungssituation hörgeschädigter Kinder im Jahre 2010 tatsächlich aussieht, sollen Perspektiven für Verbesserungen aufgezeigt werden. Referenten sind Prof. Dr. Anja Wildemann („Gehörlosenpädagogik zwischen Bildungsansprüchen und Bildungsrealitäten“) und der gehörlose Lehrer Christian Borgwardt („Gemeinsames Lernen am Beispiel von klassen- und jahrgangsübergreifendem Unterricht in der Schule für Hörgeschädigte Hamburg, Abteilung II“). Sehr viel Zeit wird aber dem "Open Space" eingeräumt, d.h. der Zeit, in der Betroffene und Eltern Erfahrungen, Ideen und Wünsche austauschen können.

Anmeldeschluss ist der 29. März 2010. Frühzeitige Anmeldung wird empfohlen!

Der neue Anmeldeschluss ist jetzt Montag, der 12. April 2010.

 

Family Sign Language

Family Sign Language

Die NDCS, die National Deaf Children's Society, ist ein britischer Verband, der sich für Barrierefreiheit für gehörlose Kinder und Jugendliche einsetzt. Ein großartiges Beispiel für diese Aktivitäten ist die Website Family Sign Language (Familien-Gebärdensprache). Sie geht davon aus, dass die meisten gehörlosen Kinder hörende Eltern haben - die eben keine Gebärden können. Und sie ermutigt diese Eltern, Gebärden zu lernen. Mit Filmaufnahmen aus gehörlosen Familien, bei denen die Kommunikation in BSL (British Sign Language) läuft. Oder auch mit hörenden Eltern, die Gebärden gelernt haben. Das alles technisch perfekt und ästhetisch ansprechend gestaltet und von Fachleuten pädagogisch und sprachlich professionell konzipiert - ein nachahmenswertes gutes Beispiel!

Family Sign Language

Eltern helfen Eltern

Magazin

Die neueste Ausgabe des Magazins des Bundeselternverbands gehörloser Kinder ist erschienen, als Printausgabe und als Online-Ausgabe (s.u.). Zentrales Thema ist natürlich die diesjährige Tagung im Mai zum Thema "Schule 2010 – Gelungene Bildung, jetzt!" - mit kompletter Einladung.

Eine Selbstverständlichkeit bei den Tagungen des Elternverbands ist die hohe Anzahl gehörloser Teilnehmer. Für sie gibt es ein Einladungsvideo.

Dolmetscherkosten in Waldorfschule

Waldorfschule

Mittlerweile ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auf Elternabenden für gehörlose Eltern gedolmetscht werden muss - an staatlichen Schulen. Aber wie ist es in Privatschulen, z.B. Waldorfschulen?

Susanne Königs hörende Tochter besucht die 1. Klasse einer Waldorfschule in Niedersachsen. Sie hat in Erfahrung gebracht:

"Vom Kultusministerium Niedersachsen habe ich erfahren, dass Privatschulen vom Land Niedersachsen einen pauschalen Zuschuss zu den Betriebskosten bekommen. Davon müssten sie auch Gebärdensprachdolmetscher bezahlen. Die Schulbehörde dürfte wohl, selbst wenn sie wollte, diese Kosten nicht übernehmen, da die gesetzliche Grundlage das nicht zulässt. Die finanzielle Situation der Schule ist jedoch nicht so, dass sie regelmäßig Dolmetschkosten übernehmen könnte."

Nun sucht sie andere Eltern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Wenn auch Ihr Kind eine Privatschule besucht - wie wird der Dolmetschereinsatz geregelt, d.h. wie wird er bezahlt? Zum Erfahrungsaustausch wenden Sie sich an Susanne König.

Bilingualer Spielkreis

Neele nach einer Brombeerenorgie ;-)

Ab Januar 2010 findet einmal im Monat in Baunatal-Großenritte ein bilingualer Spielkreis für alle Eltern mit hörgeschädigten Kindern und hörgeschädigte Eltern mit hörenden Kindern im Alter von 1-3 Jahren statt.

Im Spielkreis wird zusammen gespielt und gebastelt, mit Alltagsmaterialien experimentiert, die Kreativität und Fantasie der Kinder angeregt. Es werden Bewegungs- und Kreisspiele durchgeführt, alle Sinne gefördert und Bilderbücher in DGS und Deutsch vorgelesen.

Die Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt, aber natürlich bietet der Spielkreis auch für die
Erwachsenen Raum für neue Kontakte und den gegenseitigen Austausch in beiden Sprachen.

Der erste Termin ist am Dienstag, den 26. Januar von 15:00 bis 17:00 Uhr.

Wegen des großen Zuspruchs sind noch weitere Termine dazu gekommen (siehe NEUE Einladung!).

Erziehungsberatung in Gebärdensprache

Erziehungsberatung

Schwierigkeiten in der Erziehung? Jede Familie kann sich Beratung und Unterstützung holen.
Zum Beispiel
- fühlen sich Eltern manchmal überfordert,
- oder das Kind zeigt Auffälligkeiten,
- die Kommunikation zwischen Eltern und Kind funktioniert nicht
- oder die Eltern sind getrennt und streiten sich um das Sorgerecht.

Gründe gibt es viele.

In Hamburg und Bremen und Umland gibt es eine Erziehungsberatungsstelle, zu der gehörlose und schwerhörige Familien kommen können. Bei Erziehungshilfe e.V. arbeiten mehrere gebärdensprachkundige Familientherapeutinnen. Eine Psychologin ist selbst gehörlos.

Auf der Website gibt es mehr Informationen: http://www.erziehungshilfeverein.de/xml/gehoerlose.xml

Achtung: Ab Januar gibt es in Hamburg neue Räume. Die Beratungsstellen sind in Hamburg: Bethesdastr. 40 (U-Bahn Burgstr.) und in Bremen: Doventorcontrescarpe 172 d.

Erntedankfest und Krabbelgruppe

Erntedankfest

Im Clubheim (Kultur- und Bildungszentrum der Gehörlosen) in Köln–Longerich veranstaltet der Familientreff am 25. Oktober ein Erntedankfest. Passend zu Halloween wird es eine Kürbissuppe geben.

Die Krabbelgruppe hat endlich einen eigenen Raum gefunden.Das erste  Treffen findet am 17.11. von 14 bis 17 Uhr im Diözesanzentrum St. Georg für hörgeschädigte Menschen Köln statt. Anmeldungen bei deafkrabbelgruppe@googlemail.de.

Eltern helfen Eltern - Ausgabe September 2009 erschienen

Elternmagazin

Die neue Ausgabe des Elternmagazin Eltern helfen Eltern des Bundeselternverbands gehörloser Kinder e.V. ist erschienen. Mitglieder des Elternverbands erhalten die Printausgabe. Sie können das Magazin aber auch als PDF-Datei herunterladen, von der Homepage des Verbands oder auch hier. Hauptthema ist natürlich die Tagung in Heidelberg zum Thema "Inklusion - ein neues Ziel?".

Außerdem stellt der Verband sich, seine Ziele und seine Aktivitäten auf einem neuen Info-Flyer dar.

Veranstaltung für Eltern hörgeschädigter Kinder

Elternveranstaltung

Ergeht es Ihnen nach dem Diagnoseschock wie vielen anderen Eltern? "Unser Kind ist hörgeschädigt!?" Viele Fragen, notwendige Entscheidungen, große Unsicherheiten stürzen auf Sie ein. Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. und die Bundesjugend im DSB e.V. möchten Ihnen, den Eltern hörgeschädigter Kinder, helfen, im Rahmen von vier Informationsveranstaltungen (in Hamburg, Stuttgart, Essen und Bensheim) Antworten auf Ihre Fragen zu finden.

Die Elternveranstaltung in Stuttgart findet am 3.10.2009 statt.

Wir sind Eltern und gehörlos

GECO

Gehörlose Eltern sind oft erleichtert, wenn ihre Kinder auch gehörlos sind. Mit Gehörlosigkeit kennen sie sich schon aus, die Kinder wachsen in die gleiche Gemeinschaft hinein und haben die gleiche Mentalität und Sprache. Hörende Kinder sind schon schwieriger. Viele Eltern sind verunsichert, welche Sprache sie denn nun mit ihren hörenden Kindern benutzen sollen. Durchaus nicht selbstverständlich, dass alle CODAs mit DGS aufwachsen. Und was ist mit der hörenden Verwandtschaft? Fühlen sich die hörenden Kinder womöglich mehr zu der hingezogen?

Auf diese Fragen geht Astrid Müller in ihrem Vortrag "Wir sind Eltern und gehörlos" ein, am 13. September in Köln-Longerich.

Erziehungs- und Familienberatung für gehörlose Eltern, Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Neben der seit vielen Jahren bereits bestehenden Sozialberatung für Gehörlose und Schwerhörige bietet der Caritasverband Düsseldorf nun auch eine Familien- und Erziehungsberatung für Gehörlose an.

Termine können bei Dörte Reuter und Gordana Smuk vereinbart werden.

Caritasverband Düsseldorf e.V., Erziehungs- und Familienberatung, Klosterstraße 86, 40211 Düsseldorf, Telefon 0211-16022112, Fax: 0211-16022140 (Fax bitte mit Vermerk "Erziehungsberatung")
Email: erziehungsberatung@caritas-duesseldorf.de

Eltern- und Kinderkurse des Coda-Programms

Coda-Programm

Die neuen Eltern- und Kinderkurse des Coda-Programms beginnen am 28.6.2009 um 15 Uhr in der Lebenshilfe BAB, Gneisenaustr. 52 in Berlin. Es gibt noch freie Plätze!

Der erste Termin des Elternkurses behandelt die Themen:
- Welche Erziehungsziele haben wir als gehörlose Eltern?
- Welche Erziehungsstile gibt es?
- Wie verläuft die sprachliche und soziale Entwicklung meines hörenden Kindes?

In dem Kinderkurs geht es in Spielen und Übungen um das Thema „CODA – was ist das?“ Wir lernen uns kennen und entdecken Gemeinsamkeiten!

Gehörlose Eltern und Codas im Alter von 8-12 Jahren sind herzlich zu den Kursen eingeladen!

Informationen in Gebärdensprache gibt es auch auf der Internetseite www.coda-programm.de. Interessierte Eltern können sich per E-Mail (info@coda-programm.de) anmelden.

Glück pur – auch ohne Worte?

gehörlose Eltern

Glück pur für die gehörlosen Eltern: ein HÖRENDES Kind. Das haben 95% der gehörlosen Eltern - also nichts Besonderes. Wichtiger noch: Warum das große Glück, nur weil das Kind hörend ist? Wäre das Glück getrübt, wenn das Kind gehörlos wäre? Im Gegenteil! Viele Gehörlose wünschen sich gehörlose Kinder, weil es dann weniger Probleme gibt, und weil sie dann uneingeschränkt zur Gehörlosengemeinschaft gehören, wie die Eltern! Standardantwort auf die Frage, ob sie sich ein hörendes oder gehörloses Kind wünschen: "Egal, Hauptsache gesund!" Und ein gehörloses Kind IST gesund, es kann halt nur nicht hören.

Alles das ist für Hörende, die mit Gehörlosen keinerlei Erfahrungen haben, unvorstellbar. So auch für die Journalisten von DerWesten (Portal der WAZ Mediengruppe). Auch sie stellen fest, dass das Kind "kerngesund" sei, meinen damit aber, dass es hörend ist. Weil es doch "vorbelastet" ist! Die Gehörlosigkeit als Last! Deshalb muss das Kind auch vorsichtshalber in wenigen Wochen wieder zur Kontrolle.

Besonders aufschlussreich ist das Video zu dem Artikel, betitelt: Video-Porträt - Gehörlose Eltern. Ein Elternporträt, bei dem die Eltern überhaupt nicht zu Wort kommen. Die Mutter darf gerade mal "Mama/Papa" artikulieren, und der Vater verabschiedet sich. Zu Wort kommt nur die hörende Tante - und die hätte besser geschwiegen! Ein Paradebeispiel für Bevormundung. Die erwachsenen Gehörlosen werden wie Kinder behandelt. Unfassbar! Aber für die Journalisten "Glück pur - auch ohne Worte".

Video-Porträt - Gehörlose Eltern

Kommentar von Christiane Link: “Papa kann sie noch nicht” - Christiane hat sich die Mühe gemacht, den Text des - natürlich nicht untertitelten - Videos aufzuschreiben!

Jules Meinung: Wieder mal eine Zeitungskritik - diesmal geht sie an "DerWesten".

 

Dolmis in der Gehörlosenschule?

Jahrestagung 2009

"Inklusion - ein neues Ziel?" Wohl eher eine rhetorische Frage, die der Bundeselternverband zum Thema seiner diesjährigen Tagung gewählt hatte. Neu bestenfalls das Schlagwort, ansonsten ein uralter Hut. Und ob es für hörgeschädigte Kinder wirklich ein Ziel sein kann? Darüber wurde auf der Tagung heftig diskutiert. Einzelne gehörlose Kinder am Regelschulunterricht teilnehmen lassen? Das geht nur dann, wenn Dolmetscher eingesetzt werden. Und selbst dann sind die Kinder sozial isoliert. Bestenfalls käme es für Kinder gehörloser Eltern in Frage. Diese Kinder haben dann wenigstens außerhalb der Schule Kontakt zur Gehörlosengemeinschaft. Also doch weiterhin Gehörlosenschulen? Ja, ABER! Nur ein geringer Prozentsatz der Gehörlosenpädagogen beherrscht DGS oder LBG. Seit Jahrzehnten stoßen die Forderungen nach Gebärdensprachkompetenz bei der Mehrheit der Fachpädagogen auf taube Ohren. Um Kommunikation und Wissensvermittlung sicherzustellen, wird von den Eltern jetzt eine absurd erscheinende Forderung erhoben: der Einsatz von Dolmetschern im Unterricht der Gehörlosenschulen! - Absurd ist allerdings nicht diese Forderung, sondern die Tatsache, dass Fachpädagogen nicht mit ihren Schülern kommunizieren können.

Karin Kestner hat einen ersten Bericht von der Tagung geschrieben:
Jahrestagung 2009 des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder e.V.

Der Bericht des Elternverbands ist jetzt online:
Inklusion – ein neues Ziel? Ja, aber… Der Bericht von der Energie-Tankstelle

(Übrigens: Die Website des Elternverbands ist komplett runderneuert: www.gehoerlosekinder.de

Presseartikel: Verband fordert mehr Dolmetscher für Gehörlose

Die Welt mit neuen Augen

Kerstin Roger mit Sohn Nick

02.06.2009 13:45 Uhr (Dauer 30 min)
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Die Welt mit neuen Augen

 

Wenn Eltern behinderte Kinder haben
Reportage

Nick, Thomas und Antonia haben das Leben ihrer Eltern auf den Kopf gestellt. Weit mehr als andere Kinder. Nick und Thomas haben das Down-Syndrom, Antonia ist spastisch gelähmt. Für die Eltern waren das kurz nach der Geburt Hiobsbotschaften. Heute sind Kerstin Rodger, Anita Kinle und Martina Dierks grenzenlos stolz auf ihre Kinder. Doch nicht nur auf sie, auch auf ihren ganz eigenen Weg als Mütter behinderter Kinder. Mit der Geburt ihres Sohnes Thomas war die Karriere für Managerin Anita Kinle nicht mehr wichtig. Sie gab ihren Job auf und trainiert heute junge Leute mit Down-Syndrom für eine Marathonstaffel, kämpft für ihre Anerkennung in der Gesellschaft. Schlagersängerin Kerstin Rodger macht sich in ihren Songs inzwischen für Behinderte stark, begleitet ihren Gesang mit Gebärdensprache. Schriftstellerin Martina Dierks liest in Schulklassen aus ihren Büchern, in denen Außenseiter, oft auch Menschen mit Handicap, die Hauptrolle spielen. Die Frauen engagieren sich für Schwächere, weil sie selbst erlebt haben, was Ausgrenzung bedeutet. Tagtäglich kämpfen sie für das Recht ihrer Kinder auf Glück und Selbstständigkeit. Dabei hat sich ihre Sicht auf das Leben grundlegend verändert. Durch ihre Kinder haben Kerstin Rodger, Anita Kinle und Martina Dierks ganz neue, positive Lebensinhalte gefunden, die weit über die Behinderung ihrer Kinder hinausreichen.

Familien- und Erziehungsberatung in Köln

Tanja Jokisch

Konflikte oder Streit gibt es in allen Familien. Manchmal gibt es aber auch größere Schwierigkeiten oder Probleme, bei denen man nicht mehr weiter weiß und Hilfe benötigt.

Tanja Jokisch hat die Beratung für hörgeschädigte Eltern, Jugendliche und Kinder in der katholischen Beratungsstelle in Köln (Nähe Severinstrasse) übernommen. Die Beratung ist kostenfrei und unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht. In Einzelgesprächen, Eltern-, bzw. Familiengesprächen können Schwierigkeiten und Probleme innerhalb der Familie besprochen und bearbeitet werden. Dies gilt für auch für alleinerziehende Eltern, die für sich und ihre Kinder Beratung und Hilfe suchen oder die sich bei Trennung und Scheidung  gemeinsam gut um ihre Kinder kümmern möchten. Die Beratung richtet sich ebenfalls an hörgeschädigte Kinder und Jugendliche, die Schwierigkeiten im Umgang mit ihren Eltern, Geschwistern, Freunden, Lehrern und Erziehern haben.

Tanja Jokisch ist Diplom-Psychologin und beherrscht die Deutsche Gebärdensprache seit Ihrer Kindheit. Sie möchte Familien mit hörgeschädigten Familienmitgliedern unterstützen, sich miteinander besser zu verstehen. Falls Sie Hilfe oder mehr Informationen benötigen, schreiben Sie einfach an tanja.jokisch@beratung-in-koeln.de Weitere Kontaktdaten finden Sie hier
 

Neue Eltern- und Kinderkurse

Coda-Programm

Charlotte Peter von CODA-Programm:

In Kürze beginnen neue Eltern- und Kinderkurse für gehörlose Eltern und Codas (8-12 Jahre) in Berlin. Dazu bieten wir am 20.5. um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung in Gebärdensprache an. Gehörlose Eltern mit hörenden Kindern sind dazu herzlich eingeladen! Wir informieren über die Inhalte der Kurse und beantworten Fragen. Die Informationsveranstaltung findet in der Lebenshilfe BAB, Gneisenaustr. 52, 10961 Berlin (U Südstern) statt.

Die erste Durchführung war übrigens sehr erfolgreich. Eltern und Kinder haben das Programm sehr gut bewertet und waren begeistert.

Homepage CODA-Programm

UNAPEDA FAMILIENTREFFEN 2009

UNAPEDA

Die UNAPEDA (Französischer Verband der Elternvereinigungen von Kindern mit Hörschädigung) organisiert am 30. und 31. Mai 2009 in St Hilaire de Rietz in der Vendée ein Familientreffen. Das Thema dieser Tagung ist : "Neue Technologien, neue Medien und Förderung gehörloser und schwerhöriger Kinder".

Programm und alle Informationen zur Tagung
 

Zusammenleben statt ausgrenzen

Zusammenleben statt ausgrenzen

"So ein Kind ist doch ein Leben lang ein Klotz am Bein und außerdem für uns alle teuer. Da kann man doch eine Lösung finden." Dieser spontane Ausspruch einer Freundin klingt der Mutter eines behinderten Kindes noch heute in den Ohren. Sie hatte sich geweigert, ihr als krank diagnostiziertes Kind vor der Geburt töten zu lassen.

Ganz so hart ist es für Eltern hörgeschädigter Kinder nicht, aber auch sie kennen die "Reparatur"- und Normalisierungsmentalität.

"Gemeinsam mit Grenzen leben" heißt in diesem Jahr das Motto der "Woche für das Leben", die am 25. April in Lüneburg eröffnet wird.

Das Bayerische Fernsehen sendet morgen (Mittwoch, 22.04.2009 um 19:00 Uhr) die Reportage "Stationen - Zusammenleben statt ausgrenzen - Erfahrungen mit Krankheit und Behinderung" - mit Videotext-Untertiteln!

GECO sucht Logo

Der neue Elternverein "GECO" (Gehörlose Eltern – CODA e.V.) braucht noch ein pfiffiges Logo. Die künstlerisch Begabten unter Ihnen sind aufgerufen, zu zeichnen, zu gestalten und zu entwerfen. Der Name GECO erinnert an den Gecko. Logisch, dass im Logo ein Gecko sein sollte. Ansonsten soll das Logo ausdrücken:

• Gemeinsamkeit/Familie (wegen hörender Kinder und gehörlosen Eltern)
• DGS als „Familiensprache“
• Natürliche Farben wie Gelb und Grün als Symbol der natürlichen Sprache DGS
• Farbenfroh für die unterschiedlichen Identitäten der Familien

Gar nicht so einfach, das alles in einem kleinen Logo unterzubringen. Da sind wirkliche Künstler gefragt!

Erster CodaElternTag

CODA-Logo

CODA ist mittlerweile auch in den deutschsprachigen Ländern ein Begriff. Children Of Deaf Adults sind die (hörenden) Kinder gehörloser Eltern. In Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich CODAS zusammengeschlossen zu CODA d.a.ch. Sie tauschen Erfahrungen aus in einer YAHOO!group, und am 26. April findet in Berlin erstmals ein CodaElternTag statt:

Zum ersten Mal wird am 26. April in Deutschland der CodaElternTag gefeiert. In Amerika hat der letzte Sonntag im April schon seit vielen Jahren Tradition. Hörende Kinder gehörloser Eltern feiern und würdigen an diesem Tag zusammen mit ihren Familien und interessierten Gehörlosen und Hörenden ihr besonderes Kulturerbe.

Die Veranstaltung ist ausgebucht, Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich.

Schüler für den bilingualen Unterricht in München für das kommende Schuljahr gesucht

Samuel-Heinicke-Realschule in München

Seit 2006 können hörgeschädigte Kinder in der Samuel-Heinicke-Realschule in München bilingual (Deutsch und DGS) unterrichtet werden und die Klassenzimmer sind technisch auf dem höchsten Stand. Im bilingualen Unterricht im Unterrichtsfach Deutsch werden hörende und gehörlose Lehrer gleichzeitig eingesetzt, die die deutsche Lautsprache und DGS repräsentieren. Daneben gibt es noch das Unterrichtsfach DGS, das von gehörlosen Lehrkräften unterrichtet wird.
Für das kommende Schuljahr 2009/2010 werden dringend noch SchülerInnen für den bilingualen Unterricht gesucht. Es wäre schön, wenn das bereitstehende Angebot des bilingualen Unterrichts in der Realschule genutzt würde. Es ist im süddeutschen Raum einzigartig. Anmeldungen können noch bis April 2009 angenommen werden. Im Mai können die Schüler am Probeunterricht teilnehmen.

Kontakt zum HörgeschädigtenCentrum

Bauwagen und Kinder gesucht

Abenteuer Wald

"Das kleine Abenteuer Wald für SH, GL, CI und CODA Kinder" bietet auch im Jahr 2009 wieder Waldspielgruppen und Ferienangebote in München an. Sie suchen noch Kinder, besonders für die Samstagsgruppe "Glühwürmchen". Auch CI-Kinder sind herzlich eingeladen, Spiel, Spaß und sinnliche Naturerfahrungen erleben zu dürfen. Infos und Anmeldung unter: www.daskleineabenteuerwald.de

Außerdem sucht "Das kleine Abenteuer Wald" dringend einen Bauwagen (max 2m x 6m) für die Waldspielgruppen. Wer einen günstigen Bauwagen anbieten kann oder sogar einen sponsern möchte, bitte bei insa@daskleineabenteuerwald.de melden.

Fortbildungen:
Neu - Insa Eckhardt bietet für Einrichtungen hörgeschädigter Kinder in Deutschland und Interessierte
Fortbildungen zu Waldaktionen und Seilspielgeräten an.
Kontakt und Infos unter: insa@daskleineabenteuerwald.de

Inklusion - ein neues Ziel?

Video-Einladung

Die nächste Arbeitstagung des Bundeselternverbands gehörloser Kinder e.V. findet vom  21.-24. Mai 2009 in Heidelberg statt. Thema: "Inklusion - ein neues Ziel?" Natürlich nicht. Der Begriff "Integration" ist wohl ein wenig aus der Mode gekommen, da benutzt man halt lieber das Synonym "Inklusion". Beide bedeuten schließlich Eingliederung in die Welt der Hörenden. Und DAS Ziel hatten zu allen Zeiten alle Gehörlosenlehrer. Eben nur die Frage, WIE? Per Oralismus, mit Gebärden, bilingual? Oder indem Gehörlose in der Regelschule mit Hörenden zusammen unterrichtet werden?

"Will er die Taubstummeninstitute als sehr wohltätige Anstalten auch nicht prinzipiell bekämpfen, und läßt er sie "für individuelle oder partikuläre Bedürfnisse" gelten, so will er doch, daß der Taubstummenunterricht dadurch Gemeingut werde, daß er in jeder Elementarschule erteilt wird, und jeder Taubstumme soll in seinem Ort und im Kreise seiner Familie seine Bildung erhalten..."

Raten Sie mal, wer das wann geschrieben hat? Johann Baptist Graser im Jahre 1805! Eine revolutionär neue Idee, diese "Inklusion"?

Schon gut, dass der Elternverband sich auf seiner Tagung damit befasst.

Anmeldeschluss ist der 13. März.

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