Das Heinrich-Haus in Neuwied sucht dringend eine(n) GebärdensprachdolmetscherIn - für eine 0,5-Stelle.
Das Heinrich-Haus in Neuwied sucht dringend eine(n) GebärdensprachdolmetscherIn - für eine 0,5-Stelle.
Wir freuen uns über jede Veranstaltung, bei der gedolmetscht wird. Die Wahl des Bundespräsidenten oder eine Info-Veranstaltung der Bundesgesundheitsministerin mit Dolmis - da sind wir schon happy. Aber eine Bundestagsabgeordnete, die SELBST GEHÖRLOS ist? Ausgerechnet ein so winziges Land wie Island macht es uns vor. Sigurlín Margrét Sigurðardóttir ist die erste gehörlose Abgeordnete im isländischen Parlament. Tja, da muss jetzt wohl ALLES gedolmetscht werden im Parlament. Und die gehörlose Abgeordnete hält ihre Reden selbstverständlich in der isländischen Gebärdensprache. Super!
Sign Language in the Icelandic Parliament
So stellt Elisabeth Gänger in ihrem Jugendbuch
Soundcheck das Leben ihrer Romanheldin
dar, ausgehend von den Erfahrungen ihrer hörgeschädigten Tochter.
Allein durch die Welt der Hörenden, von Hörenden gemobbt werden,
sich durchbeißen, kämpfen, leiden... Das muss doch nicht sein! Zum
einen gibt es noch mehr Hörgeschädigte, man muss also nicht ALLEIN
sein in der Welt der Hörenden. Zum anderen gibt es Möglichkeiten,
Kommunikation und Leben in der hörenden Welt erträglicher, wenn
nicht gar angenehm, zu machen. Es muss ja nicht die Gebärdensprache
sein (obwohl - was spricht eigentlich dagegen?), es gibt so viele
Alternativen, ob nun Schriftdolmis, professionelle note taker...
Insofern sind Alleinsein und Leiden frei gewähltes Schicksal - von
der Mutter für die Tochter gewählt! Aber das hatten wir ja alles
schon (siehe Rezension).
Am 20. Februar liest Elisabeth Gänger im Kulturzentrum Pavillon in
Hannover aus ihrem Buch und stellt sich der Diskussion.
Allein durch die Welt der Hörenden
- Gebärdensprache
- Bildung, Kultur, Sport
- Politik (z.B. Antidiskriminierungsgesetz)
Darüber referiert Sharon Hayes, gehörlose Referentin aus den USA,
am Mittwoch, den 23.02.2005, im Gehörlosenzentrum Kiel.
Die Bundestagsabgeordnete Karin Kortmann wird am 28.02 eine Veranstaltung in Düsseldorf mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt durchführen. Thema: Die Gesundheitsreform. Bilanz und Ausblick.
Bei dieser Veranstaltung wird auch eine Gebärdensprachdolmetscherin dolmetschen.
Am 3. März 2005 gibt es im Progymnasium Bensberg e.V. einen Informationsabend von der Polizei zum Thema: Wie kann ich mich vor Einbruch, Dieben oder Trickbetrügern schützen? Herr Baumanis von der Polizei Bergisch Gladbach stellt sich vor und informiert über verschiedene Sicherheitsmaßnahmen. Eine Gebärdensprachdolmetscherin begleitet den Abend.
Ort: Progymnasium Bensberg e.V., Schlossstraße 84, 51429
Bergisch Gladbach
Termin: 3. März 19.00 Uhr - 21.00 Uhr
Informationen: angelika.rehbach@gmx.de
Nicht jeder konnte Frank Elstners "Menschen der Woche" sehen (Erstausstrahlung: 29.1.2005 / 22.20 / SWR) (s.u.). Wir hatten den Film aufgezeichnet und für das Internet umformatiert. Jetzt haben wir die Genehmigung der SWR-Redaktion erhalten, den Mitschnitt in dieser Form zu veröffentlichen.
Da die Sendung leider nicht untertitelt war, hat Elke Kraft sie zu Papier gebracht, zumindest den Teil, in dem sie und Michael Schwaninger sich mit Frank Elstner unterhalten. Nun können Sie wenigstens das Gesprächsprotokoll nachträglich lesen.
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Dieser Beefeater wird sicher nicht antworten, weder auf Englisch noch in Gebärdensprache. Das ist aber so ziemlich die einzige Ausnahme. Ansonsten ist es sicher sehr hilfreich, wenn man im Urlaub im Ausland ein wenig Englisch kann. Für Gehörlose gar nicht so einfach, als Erwachsene noch Englisch zu lernen. Normale Volkshochschulkurse - unmöglich! Da ist es schon himmlisch, wenn Kurse in englischer Schriftsprache in DGS durchgeführt werden. Leider noch eine Seltenheit, aber es gibt sie in Frankfurt und in Köln:
Eine Gehörlose, die nicht nur 5 Sprachen beherrscht, sondern sie auch noch unterrichtet! Wow, das ist schon etwas Besonderes. Die gebürtige Australierin Antoinette Brücher bietet diesen Service in Köln an, jetzt auch auf einer Website, die sich sehen lassen kann - und nicht nur die Dozentin! ;-)
http://www.dozentin-bruecher.de
Matthias Keitzer hat schon einiges bewegt in der Hörgeschädigtenwelt. Viel Feind, viel Ehr! Aber irgendwann braucht man doch Verstärkung. Deshalb hat Matthias jetzt beschlossen, einen Initiativkreis zu gründen. Wer Interesse hat, ihn bei seinen Aktionen zu unterstützen, sollte mit ihm Kontakt aufnehmen: Matthias Keitzer.
Seit dem 1. März 2004 wird emsig daran gearbeitet, die ehemalige „Villa Davignon“ zu einer Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderungen aus- und umzubauen, die gleichzeitig als neues Hörgeschädigtenzentrum fungieren wird. Das Ende ist zwar noch nicht abzusehen, aber es geht voran. Am 28. Januar versammelten sich Mitarbeiter und Unterstützer, u.a. Oberbürgermeister Tiefensee, auf der Baustelle. Dort erfolgte dann auch die symbolische Übergabe eines Schecks von „Aktion Mensch“ in Höhe von 350 000 Euro an den Bauherrn, den Stadtverband der Hörgeschädigten e.V..
Die Smartphones sind im Kommen, mit speziellen Tarifen für Gehörlose. E-Mail-Pushdienst für Gehörlose - so der Titel eines Artikels bei heise-online, in dem über ein spezielles Tarifpaket für Gehörlose berichtet wird, das von T-Mobile und dem Deutschen Gehörlosen-Bund vereinbart wurde.
Es gibt aber noch weitere Neuigkeiten: Auch T-Mobile verkauft den Hiptop 2. Wenn das stimmt, dann gibt es sicher auch eine Flatrate, wie bisher schon bei E-Plus. Wenn die so günstig bleibt, erübrigt sich wohl ein spezieller Gehörlosentarif. Natürlich steht der neue Hiptop auch bei E-Plus in den Startlöchern: Hiptop 2 ab März bei E-Plus.
Wofür die Dinger gut sind? Vor allem für das mobile Senden und Empfangen von Emails. Die können viel länger sein als SMS und Anhänge haben, z.B. Bilder. Vor allem sind sie aber kostenlos (bzw. billiger) und können weltweit verschickt werden. Aber simsen kann man natürlich auch, und surfen, mit dem Hiptop auch chatten, und und und... Den Hiptop 1 haben wir schon vor einem Jahr getestet. Mal sehen, ob wir die neuen Geräte auch in die Finger bekommen. ;-)
Im Wiener Theater des Augenblicks (!) und in anderen Städten in Österreich findet vom 11. - 19. März 2005 das Sechste Europäische und Internationale ARBOS Gehörlosentheaterfestival 2005 statt, unter dem Motto „Die Verantwortung des Künstlers gegenüber der Gesellschaft“. Es treten Theatergruppen auf aus Österreich, Island, Singapur, Großbritannien, Slowenien, Russland, Polen, Tschechien und USA.
ARBOS Gehörlosentheaterfestival 2005
Am 12. Februar 2005 starten die neuen Kurse der Fortbildung. Was ist neu?
Speziell für gehörlose Frauen bieten die Stadt Münster und die Paritätischen Sozialdienste einige Veranstaltungen an, wie z.B. ein Netzwerktreffen für gehörlose Frauen und Mütter, einen Stadtrundgang und eine Lesung aus dem Leben von Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen. Bei allen Veranstaltungen sind GebärdensprachdolmetscherInnen anwesend.
In Hannover findet vom 25. bis 29. Mai 2005 der Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Es gibt viele spezielle Angebote für Gehörlose: Eröffnungs- und Schlussgottesdienst mit Dolmetscher/-in, jeden Tag eine gedolmetschte Bibelarbeit, Dolmetscherservice usw.
Was macht ein CI-Paar im Bett? CIs abgelegt, es ist dunkel, weder Absehen vom Mund noch Gebärden sind möglich. Michael Schwaninger und Elke Kraft haben sich eine Klopfsprache ausgedacht. Frank Elstner: "Dreimal klopfen bedeutet also z.B. 'Ich liebe dich!'" - Ein Lacherfolg! Aber schon wichtig, dass die beiden darauf hingewiesen haben, dass sie ohne CI, im Bett und beim Schwimmen z.B., weiterhin taub sind.
Man kann es Frank Elstner nicht verübeln, dass er keine Ahnung von Gehörlosen hat (oder hätte er sich besser vorbereiten sollen?). Sind sie tatsächlich "Schwerstbehinderte"? Und leben sie so viel gefährlicher als Hörende? Michael Schwaninger rückt das ein wenig gerade, und er versucht auch, das CI als NICHT allein seligmachend darzustellen:
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Die Lufthansa Technik AG bietet für 2006 in Hamburg zwei Ausbildungsplätze als Werkzeugmechaniker an. Einen Gebärdensprachdolmetscher stellt die Lufthansa Technik während der praktischen und theoretischen Ausbildung zur Verfügung. Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 12. August 2005 vorliegen.
In Frank Elstners Talkshow Menschen der Woche treten morgen Abend (29.01.05) Andrea Spatzek (spielt in der Lindenstraße die ertaubte Gabi Zenker) und die CI-Träger Michael Schwaninger und Elke Kraft auf.
Auch sonst gibt es wieder einiges für und über deafies: Der Film über Gudrun Kellermann wird wiederholt, und in Das Lied von Mord und Totschlag tritt Anthony Quinn als Taubstummer auf: "Anthony Quinn ist zwar taubstumm, seinem Kumpanen Franco Nero aber in jeder Beziehung überlegen. Beide zusammen sind ein brillantes Paar, das mit Fäusten, Revolvern und Dynamit Texas rettet."
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Wird die Gruppe der hörgeschädigten Mac-User immer größer? Auf jeden Fall ist die Münchner Mac-User-Gruppe sehr aktiv. Am 26. Februar findet das nächste Treffen statt, auf dem es u.a. um Neuigkeiten wie das neue iLife, iWorks und den neuen Mac mini geht. Wer Probleme mit seinem Rechner hat (gibt es das beim Mac? ;-) kann ihn mitbringen. Die Mac-Experten helfen gern.
Über diese Mitteilung der Schulleitung der Bayerischen Landesschule für Gehörlose können wir nur jubeln:
Im September 2005 wird an der Realschule für Gehörlose in München zum erstenmal die Sprachlerngruppe IV im weiterführenden Schulbereich durch Bildung einer bilingualen Klasse vertreten sein.
Zwei Gehörlose versuchen, einen dritten Gehörlosen zu ermorden. Darüber haben wir in der Presse gelesen (siehe unten). Schlimm genug!
In der Gerichtsverhandlung gegen die beiden wird ein Sachverständiger, ein Psychologe, gehört. Er stellt fest: Die Angeklagten sind "emotional auf der Entwicklungsstufe von Kleinkindern und daher an der Grenze der Strafunmündigkeit". Nun kennen wir die beiden nicht und können uns kein Urteil erlauben. Der Psychologe geht aber weiter. Er zitiert aus der "Fachliteratur": "Oft wird auch die geringe Intelligenz als Zusatzbehinderung angeführt. In den seltensten Fällen wird ein IQ von 100 erreicht. Angesichts ihrer Behinderung ist die Delinquenz der Gehörlosen erstaunlich gering." Mit anderen Worten: Die meisten Gehörlosen sind blöd, und es ist erstaunlich, dass nicht noch mehr Gehörlose Verbrecher sind. Damit beleidigt er eine ganze Bevölkerungsgruppe.
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Was auf den ersten Blick, besonders auf Gehörlose bezogen, paradox erscheint, das ist ein durchaus wichtiger Lebensbereich vieler Hörgeschädigter: die Musik. Nicht nur als methodisches Hilfsmittel, um durch Takt und Rhythmus die Artikulation zu fördern, auch nicht nur als Hintergrund für Gebärdenchöre, und sie ist auch nicht beschränkt auf Ausnahmeerscheinungen wie die gehörlose Percussionistin Evelyn Glennie. Musik hat für die Lebensqualität vieler Hörgeschädigter einen großen Stellenwert.
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Die Landesarbeitsgemeinschaft der GebärdensprachkursleiterInnen Bayern e.V. veranstaltet am Samstag, den 26. Februar 2005, im Gehörlosenzentrum München ein Seminar, das für alle Interessenten offen ist. Das Thema ist "Gebärdensprachpoesie", das von Herrn Jürgen Endress referiert wird und allen Teilnehmern beibringen will, was unter "Poesie" zu verstehen ist.
Für Normalsehende schwer vorstellbar, die Tunnelsicht oder andere Fehlsichtigkeiten. Für einen großen Teil der Hörgeschädigten gehört auch die Sehbehinderung zum Alltag, z.B. für die vom Usher-Syndrom Betroffenen. Damit die Hör-Seh-Behinderten untereinander ihre Erfahrungen austauschen können, haben wir ein neues Forum eingerichtet, den AugenBlick.
Ähnlich ergeht es den Spätertaubten. Auf ihrer neuen Website "Einstürzende Tonwelten" haben sie ein eigenes Forum zum Erfahrungsaustausch speziell für "Spätis" eingerichtet, die Bar jeden Klanges.
Neue Diskussionsteilnehmer sind in beiden Foren herzlich willkommen.