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Behinderte Kommunikation durch Hör- und Verstecktaktik – - Was können wir tun?“

Jochen Müller

KoFo am Mittwoch, 13. November 2013, 19.00 – 21.00 Uhr, im Internat für Hörgeschädigte, Curtiusstr. 4, Essen - Frohnhausen (Nähe S-Bahnstation Essen West):

"Behinderte Kommunikation durch Hör- und Verstecktaktik – Was können wir tun?"

Referent: Jochen Müller (Dipl. Sozialarbeiter)

Schwerhörigkeit wird immer noch zu sehr auf die medizinischen und technischen Möglichkeiten reduziert. Das äußert sich in Aussagen wie "Du hast doch ein Hörgerät, wieso verstehst du nicht?" oder "Du verstehst so schlecht, schaff dir mal ein neues Hörgerät an!" oder "Du hast doch jetzt ein CI, aber immer noch ist es schwierig mit dir!" Aber eigentlich sieht es so aus: Raten, was der Hörende sagt, nicht oder falsch verstandene Wörter in Windeseile wie in einem Kreuzworträtsel zusammensetzen, die ständige Unsicherheit, ob man alles verstanden hat und gleichzeitig den Hörenden nicht spüren lassen, dass man nichts oder wenig verstanden hat - das macht Gespräche mit Hörenden für Schwerhörige so anstrengend.

Jochen Müller, seit früher Kindheit schwerhörig und CI-Träger mit jahrelangen ehrenamtlichen und beruflichen Erfahrungen in der therapeutischen Arbeit mit schwerhörigen Menschen, wird in seinem Vortrag einen genauen Ein- und Überblick über die Kommunikationsproblematik schwerhöriger Menschen geben. Technik ist gut, aber Technik ist nicht alles. Was es darüber hinaus noch an zusätzlichen Hilfsmitteln mit ihren Möglichkeiten und Grenzen gibt, versucht er eingehend zu beschreiben. Und was darüber hinaus an direkten und persönlichen Unterstützungsmaßnahmen notwendig ist - mit einem Ausblick auf die Zukunft.


Ankündigung per DGS-Video

Kommunikation - immer und überall

VerbaVoice

Gebärdensprachdolmetschen - das ist für viele Hörende schon schwer vorstellbar, wie das funktionieren soll. Aber FERNdolmetschen, mit Hilfe von Video, Computer, Smartphone und Internet? Das grenzt an ein Wunder - oder? Nein, heutzutage kann man es ganz normal im Alltag nutzen! VerbaVoice zeigt in einem Video, wie man in verschiedenen Situationen Dolmetscher online nutzen kann:

Wenn man keinen Präsenzdolmetscher vor Ort bekommt, gibt es oft Barrieren. Damit diese weniger werden, kann man den Dolmetscher online zuschalten. Wer Lust hat kann einfach mal reinschauen. Oder ihr zeigt den Beispielfilm Hörenden wie zum Beispiel eurem Lehrer, Arzt oder Arbeitgeber, damit sie die Möglichkeiten besser verstehen.

Hier kannst du den Film anschauen: Kommunikation - immer und überall

Laut- und Gebärdensprachnutzung bei Cochlea-Implantat-TrägerInnen

Gerhild Klein hatte unter anderem hier im Taubenschlag nach InterviewpartnerInnen gesucht (s.u.). Die Kurzfassung ihrer Diplomarbeit ist nun im Magazin DAS ZEICHEN erschienen, und sie möchte Ihnen den Artikel zur Verfügung stellen.

"Worum geht es darin:
Bisher gab es wenig Forschung zur eigenständigen und selbstbestimmten Sprachwahl von Cochlea-Implantat-TrägerInnen. Ich habe in meiner Diplomarbeit narrative Interviews mit CI-TrägerInnen durchgeführt und sie vor allem nach ihrer Sprachwahl und -nutzung befragt. Die Ergebnisse meiner Arbeit zeigen, dass die Betroffenen oft nicht selbstbestimmt ihre
verwendeten Sprachen wählen können. Sie verwenden meist den Kommunikationsmodus, den ihre GesprächspartnerInnen nutzen, also passen sich an. Gebärdensprache und andere manuelle Kommunikationsformen werden von allen meinen InterviewpartnerInnen als wichtige Ergänzung zur lautsprachlichen Kommunikation gesehen. Meine Schlussfolgerung ist, dass
CI-TrägerInnen ein frühzeitiger Kontakt zur Gebärdensprache ermöglicht werden muss und diese gefördert werden muss. Nur dann gibt es mehr Wahl- und Entscheidungsfreiheit. Außerdem forderten die von mir Interviewten mehr Aufklärung und Information sowohl der Betroffenen selbst und ihres Umfelds als auch der sie umgebenden Gesellschaft, die sich stärker an die Bedürfnisse hörgeschädigter Personen anpassen sollte, indem diese wahrgenommen, anerkannt und berücksichtigt werden.

Wer die komplette Diplomarbeit lesen möchte, kann sich bei mir unter gerhild.klein[ät]yahoo.de melden.

Ich bedanke mich bei allen, die sich auf meinen Aufruf im Taubenschlag gemeldet haben und sich als InterviewpartnerInnen zur Verfügung gestellt haben. Ohne euch wäre diese Arbeit nicht möglich gewesen! Viel Spaß beim Lesen!"

Seminar „Effektive Kommunikation am Arbeitsplatz“

deaf dental workshop

Letztes Wochenende fand in Cuxhaven das Seminar „Effektive Kommunikation am Arbeitsplatz“ mit der Referentin Sandra Friedrich statt. Es ist erfolgreich verlaufen, und die hörgeschädigten Teilnehmer waren hochkonzentriert und haben sehr viel zum Thema Kommunikation gelernt. Erfahrungen und Probleme mit der Kommunikation mit Kollegen und Arbeitgebern wurden auch ausgetauscht.

Nun gibt es ein zweites Seminar vom 25.-27. Oktober 2013 mit Sandra Friedrich von
TAO! Taub aber oho!, noch einmal in Cuxhaven. Das Seminar wurde diesmal vom Integrationsamt Hildesheim im Sinne von § 24 SchwbAV als förderfähig anerkannt! Dadurch wird die Antragstellung zur Kostenübernahme erleichtert.

Es sind noch Plätze frei!

www.deaf-dental-workshop.de

Ben im Sommercamp für taube Kinder und Jugendliche

Ben

Als Moderator muss man schon eine richtige Quasselstrippe sein. Ist Ben ja auch, aber im Sommercamp für taube Kinder hilft ihm das wenig. Da kann er ruhig die Klappe halten und muss statt dessen mit Händen und Füßen reden. Ob er da wohl ein wenig DGS gelernt hat? KIKA, das Kinderfernsehen, berichtet an zwei Tagen, heute und morgen, über dieses Experiment.

KIKA LIVE am Montag, den 02.09.2013 um 20 Uhr

KIKA LIVE am Dienstag, den 03.09.2013 um 20 Uhr

WG-MitbewohnerIn in Köln gesucht

gemischte WG

Wer eine WG sucht oder Mitbewohner für eine WG, der sollte auch angeben, welche Sprachen er beherrscht. Man will ja schließlich mit seinen Mitbewohnern kommunizieren können. So auch auf www.WG-gesucht.de. Das Besondere dabei: Man kann als Sprache auch Gebärdensprache angeben!

Genau passend für Magdalena Berks, die DGS beherrscht und am liebsten jemanden hätte, der/die auch gebärden kann. Hier ihre Anzeige:

Helles, ruhig gelegenes Zimmer am Eifelwall (in Köln)

 

KIM-Vortrag: SOZIALE MEDIEN

Hörgeschädigte Karlsruhe

Die Stadt- und Kreisverband der Hörgeschädigten Karlsruhe e.V. hält einen KIM-Vortrag:
Facebook, Twitter sind soziale Medien. Immer mehr Hörgeschädigte benutzen diese.

Der Referent Kilian Knörzer (gehörlos) wird einen Vortrag halten.

Als Erfolgsbeispiel für die große Bedeutung der sozialen Medien dient die kurzfristig durchgeführte DGS-Demo.Wäre die Demo in Berlin ohne Facebook usw.so erfolgreich gewesen? Wer mehr darüber erfahren möchte, ist zum Vortrag herzlich eingeladen.

LBG-Seminar in Ruhpolding

Jochen Müller

Vom 5. - 7. Juli führen Jochen Müller (CI-Träger) und Renate Enslin (einseitig taub) in Ruhpolding ein LBG-Seminar durch.

Das Seminar richtet sich an Schwerhörige, CI-Träger und Hörende, die sich für Gebärden als visuelle Unterstützung der Lautsprache interessieren. Die Einführung beginnt mit „Aufwärmübungen“, in denen Situationen, Personen und Kurzgeschichten ohne Worte, nur mit Gestik und Mimik, dargestellt bzw. erzählt werden. „Nebenbei“ lernen wir die Körpersprache unserer Gesprächspartner besser, präziser und zusammenhängender wahrzunehmen - eine hilfreiche Unterstützung und Erleichterung für "Schlappohren" bei der anstrengenden geistigen Kombinationsarbeit (Hörtaktik) in der Kommunikation. Nicht nur mit den Händen und Armen, auch der Körper, speziell die Beine, werden im wahrsten Sinne des Wortes in BeWEGung gesetzt, wenn wir per Pedes die schöne Umgebung von Ruhpolding erkunden und aufgefordert werden, die schönen und interessanten Details mit unseren flinken Händen und phantasievoller Unterstützung zu beschreiben. Das Seminar ist auch eine willkommene Abwechslung, ein paar Tage außerhalb des stressigen Kommunikationsalltags den entspannten LBG-Austausch mit Gleichbetroffenen in familiär-gemütlicher Atmosphäre zu genießen.

  Das zuletzt angekündigte LBG-Seminar ist wg. eines Krankenhausaufenthalts von Jochen ausgefallen.

Neuer Termin ist der 23. bis 25. August in Ruhpolding.

Interessenten, die an dem ursprünglichen Termin verhindert waren, sollten jetzt in ihrem Terminkalender nachschauen, ob dieses Wochenende frei ist. Auch andere, noch unentschlossene, eher zurückhaltende oder ein wenig skeptische Mitmenschen, ob mit oder ohne Schlappohren, sind herzlichst willkommen!

Seminar: Respektiere meine Kultur

Seminar: Respektiere meine Kultur

DeafTrain führt in Zusammenarbeit mit dem Fachreferat Migration des Deutschen Gehörlosenbund e.V. das Seminar "Respektiere meine Kultur - Umgang mit gehörlosen und schwerhörigen Menschen mit Migrationshintergrund" durch.

Wann: Samstag, den 27. Juli 2013 von 10 bis 17 Uhr
Wo: Gehörlosenzentrum Schwaben, Oskar-von-Miller-Str. 41, 86316 Friedberg
Anmeldefrist: 15. Juli

Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Bedarf kann für Hörende ein Gebärdensprachdolmetscher bestellt werden.

Kanzlerin und Regierung DIREKT in DGS ansprechen!

SQAT

Ralph Raule von Gebärdenwerk meint:

Man kann mit Faszination verfolgen, wie die Aktion DGS sich entwickelt. Viele Gehörlose beschreiben auf Videos, was ihnen nicht gefällt, was fehlt, welche Probleme sie haben. Aber warum erzählen wir Gehörlosen uns das alles selbst? Wir wissen es doch! Besser wäre doch, es direkt an die Hörenden, oder noch besser an Bundeskanzlerin Merkel oder an die Bundesregierung zu schicken. Wir Gehörlosen können in Gebärdensprache (!) direkt Bundeskanzlerin Merkel oder der Bundesregierung unsere Probleme schildern! Dann sehen die da OBEN, welche Probleme wir wirklich haben.

Auf der Webseite der Bundeskanzlerin kann man SQAT nutzen, um Fragen oder Beschwerden in Gebärdensprache zu übermitteln. Man kann auch  SQAT direkt aufrufen.

Auch auf der Webseite der Bundesregierung kann man SQAT nutzen, um Fragen oder Beschwerden in Gebärdensprache zu übermitteln. Man kann SQAT auch direkt aufrufen.

Wir halten es jetzt für wichtig, dass die Gehörlosen sich direkt dorthin wenden und dort ihre Beschwerden und Fragen einreichen.

Je mehr Anfragen dort ankommen, desto mehr müssen die auf uns Gehörlose gucken und werden die Demo beachten.

videomail.io

https://www.videomail.io/
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Michael Heuberger, ein Schweizer Gehörloser, lebt in Neuseeland. Michael ist Informatiker (Betreiber von http://www.deafzone.ch/)  und hat sich Gedanken gemacht, wie man die Kommunikation Gehörloser verbessern kann - und eine Video-E-Mail programmiert, die besser ist als alles, was es bisher gab. Wir haben sie ausprobiert, und unsere Video-E-Mails sind um den halben Erdball hin und her geflitzt. ;-)

Michael schreibt:

"Binary Kitchen hat seit Januar 2013 einen coolen Prototyp für Gehörlose entwickelt: https://www.videomail.io

Damit kann jeder direkt im Browser irgendwas gebärden und das automatisch verschlüsselte Video (!) direkt per Email weitergeben: Video + Sicherheit + Email = videomail. So einfach war es noch nie, sichere "Gebärdennachrichten" abzuschicken. Es klappt wunderbar ohne Flash auf Firefox (> Version 20) und Chrome (> Version 24).

Bitte beachte, dass es in Beta ist und wöchentlich verbessert wird (z.B. deutsche Version, Geschwindigkeit, Facebook-Integration etc.). Wenn du selber Ideen oder Vorschläge hast, kontaktiere den gehörlosen Entwickler Michael Heuberger, unkompliziert. videomail.io ist in node.js programmiert und absolut vorne in Sachen Technologie.

Mehr Hintergrund-Infos sind in Englisch vorhanden unter: http://binarykitchen.com/news/action/view/content_id/56/

Probiere videomail.io noch heute aus und gib es an andere weiter!"

Gebärdensprachen-App 'iSignIT'

iSignit

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Die MHH im Gespräch" stellen am Mittwoch, 20.02.2013, 18.30 Uhr Dr. Urs-Vito Albrecht und Tino Schaft vom Peter L. Reichertz Institut die an der MHH entwickelte Anwendung "iSignIT" vor, die bei Arztgesprächen die Kommunikation zwischen gehörlosen Patienten und hörenden Ärzten erleichtern soll. Anschließend können gehörlose und hörende Gäste ins Gespräch kommen - eine Gebärdensprachendolmetscherin wird vor Ort sein.

Treffpunkt ist der Konferenzraum an der MHH-Lounge (direkt gegenüber der Information am Haupteingang). Der Vortrag ist kostenlos und steht allen internen und externen Interessierten offen.

Mobiler Lorm-Handschuh - Ein Kommunikationsgerät für Taubblinde

Mobile Lorm Glove

Am Design Research Lab der Berliner Universität der Künste (UdK) entwickeln Tom Bieling und Ulrike Gollner den "Mobile Lorm Glove", ein Kommunikationsgerät in Form eines Handschuhs, mit dessen Hilfe sich das deutsche „Lorm“-Alphabet in digitalen Text übersetzen lässt und umgekehrt. Textile Drucksensoren ermöglichen es taubblinden Benutzern, Textnachrichten zu erstellen, die sich automatisch an Handies oder Computer verschicken lassen. Mit Hilfe kleiner vibrierender Motoren auf der Rückseite des Handschuhs kann der/die BenutzerIn eingehende Nachrichten durch vibrotaktiles Feedback wahrnehmen. Ein Bluetooth Modul regelt den Datentransfer zwischen Handschuh und Smartphone des Benutzers. Der Versand von SMS Nachrichten wird somit ebenso möglich wie gemeinsames „chatten“, oder etwa das „Erfühlen“ von Hörbüchern.

Durch den Mobile Lorm Glove ist die körperliche Anwesenheit der Gesprächspartner nicht mehr zwingend erforderlich. Nachrichten können nun auch über Distanz verschickt werden. Entweder zu anderen Lorm Gloves oder auf Mobiltelefone, Computer etc. Ebenso können Nachrichten von Mobiltelefonen auf Lorm Gloves versendet werden. Dies vereinfacht es wiederum mit mehreren Menschen zeitgleich zu kommunizieren. Textnachrichten lassen sich außerdem mit Hilfe einer Text-to-Speech Software übersetzen. Die Möglichkeit, mit mehr Menschen als bisher ins Gespräch zu kommen, sowie der vereinfachte Zugang zu bisher nur schwer zugänglichen Informationen verhilft seinen Benutzern somit zu mehr Unabhängigkeit.

Wie das Ganze funktioniert, lässt sich in folgendem Video bestaunen: Mobiler Lorm-Handschuh - Ein Kommunikationsgerät für Taubblinde

Jule: Ich liebe die Gebärdensprache!

Jule

Jule (Julia Probst) wurde nach ihrem Auftritt in "log in" von verschiedenen Seiten kritisiert (s.u.), auch von Gehörlosen. Wie sollte eine Gehörlose bei einem öffentlichen Auftritt kommunizieren? Jule äußert sich dazu in einem Interview mit Ege Karar von Vibelle:

Eine der bekanntesten deutschen Twitterinnen im Interview: Julia Probst

10 Jahre Selbstständigkeit GIB ZEIT

GIB ZEIT-MitarbeiterInnen
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„Sie können uns mangels Sprachkenntnis ihre kleinen Sorgen nicht mitteilen, uns nicht sagen, was sie fühlen, nicht erzählen, was sie erlebt haben; und wenn sie es versuchen, verstehen wir sie oft nicht.“ Das schrieb  Peter Donath, damals Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Elternvertreter und Förderer Deutscher Gehörlosenschulen, bereits 1980. Und diesem Missstand will GIB ZEIT jetzt seit über 10 Jahren abhelfen. Der springende Punkt: der Einsatz von Gehörlosen in der Beratung. "Sie helfen den Eltern, ihre Kinder anzunehmen, mit ihnen zu leben, sie bereichern uns, wenn wir sie und ihre Erfahrungen in unsere Blickwinkel einbeziehen.“

Weder durch technischen noch medizinischen Fortschritt sind die Aktivitäten von GIB ZEIT überflüssig geworden. Im Gegenteil! Noch immer gibt es Kinder, die sowohl in Laut- als auch Gebärdensprache sprachlos sind. Und noch immer gibt es Eltern, die nach dem Einsatz gehörloser GIB ZEIT-Mitarbeiter feststellen: „Sie ist aufgeblüht. Sie hat mit den Händen geredet und ihre Augen haben gestrahlt.“

Wir gratulieren GIB ZEIT herzlich zum 10-jährigen Jubiläum und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Seminar 'Behinderte Kommunikation in der Partnerschaft'

Jochen Müller

In diesem Seminar sollen unter Berücksichtigung der jeweiligen Sichtweisen und Erfahrungen der hörenden sowie hörbehinderten Partner die Auswirkungen der Hörbehinderung auf das partnerschaftliche Zusammenleben in Kleingruppenarbeit, Diskussionen und Übungen zusammengefasst werden. Bei Bedarf werden auch Rollenspiele eingesetzt.
Das Seminar richtet sich auch an Paare, die einen Umgang mit der Kommunikationsproblematik gefunden haben, jedoch im Austausch mit anderen Auffrischung, Anregung und Bestätigung erfahren möchten.
Eine FM-Anlage mit Induktionsschleifen und Kopfhörer steht zur Verfügung. Anmeldung bis 28. Februar 2013 erbeten.

Wann: 19.04.2013 - 21.04.2013
Wo: Oberrot/Bad.-Württ.
Seminarleitung: Jochen Müller

Infos und Anmeldung:
Renate Enslin,
 Fuggerstr. 35, 87730 Bad Grönenbach
Mail: info@jochen-mueller.org

Da STIMMt was nicht!

Julia Probst

Nach Jules Auftritt in "log in" (s.u.) gab es einige unschöne Anmerkungen, die sich auf ihre Stimme bzw. die Art der Kommunikation bezogen. Jule hat daraufhin ihren Twitter-Account eingefroren und angekündigt, dass sie "vielleicht" von ihrer Kandidatur zurücktreten werde. Hunderte von Followern haben sie daraufhin ermuntert, doch weiterzumachen. Der Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland und der Landesvorstand der Piratenpartei Baden-Württemberg haben sie mit einem Statement unterstützt, und sogar in der Presse wurde über Jules Reaktion berichtet.

In Jules Blog: Die andere Seite der Medaille
Im Portal des Bundesvorstands der Piratenpartei: Statement zur öffentlichen Diskriminierung von Julia Probst (@EinAugenschmaus)
DER TAGESSPIEGEL: Twitter tut weh - Piratin wirft nach TV-Auftritt hin
Im Piraten-Portal: Ein dickes Fell für @EinAugenschmaus

Darüber brauchen wir nicht zu reden und zu streiten, weil es selbstverständlich ist:

  • Es gibt die verschiedensten Arten von Hörschädigungen.
  • Die kommunikativen Fähigkeiten und Bedürfnisse Hörgeschädigter sind sehr unterschiedlich.
  • Jeder Hörgeschädigte hat das Recht, so zu kommunizieren, wie er kann und möchte.

Alles kein Thema! ABER...

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Kommunikationskurs

Kommunikationskurs

Im nächsten Jahr bietet das GIB wieder einen Kommunikationskurs für Gehörlose, Schwerhörige und CI-Träger an.

Gute Kommunikation ist eine der Grundlagen für das tägliche Leben. Sie sorgt für Klarheit, und Missverständnisse reduzieren sich. Wer optimal mit seiner Umwelt kommuniziert, wird seine Ziele besser erreichen. - Es handelt sich um einen Kompaktkurs mit verschiedenen Inhalten, z. B. Gebärdensprache, Deutsch, Kommunikation.

Beginn: Anfang März 2013
Ende: Februar 2014
Anmeldung bei Margit Hillenmeyer, Anmeldeschluss: Ende Dezember 2012

Barrieren melden per Gebärdensprache - SQAT

Di-Ji

Gebärdensprach-Film nicht verstanden? Kein Problem! Das Projekt Di-Ji (Digital informiert - im Job integriert) bietet auf seiner Webseite www.di-ji.de ab sofort die innovative Meldemöglichkeit SQAT der Firma Gebärdenwerk an. Über dieses Kommunikationstool können auch gehörlose Menschen eine digitale Barriere melden - und das direkt in Gebärdensprache! Direktlink zur Meldestelle: http://www.meldestelle.di-ji.de/index.php?option=com_content&view=article&id=31&Itemid=23

Die NF2- Selbsthilfegruppe stellt sich vor:

NF2

Die NF2-Selbsthilfegruppe existiert seit nunmehr über 20 Jahren und ist Teil des Bundesverbands Neurofibromatose e.V. Sie setzt sich für ihre Neurofibromatose Typ 2 (NF2) betroffenen Mitglieder ein, indem sie informiert, berät und Möglichkeiten zum Austausch bietet.

Zum Krankheitsbild von NF2 gehören Geh- und Sehbehinderungen, Gesichtslähmungen oder motorische Einschränkungen. NF2 hat viele Gesichter. Was jedoch nahezu alle NF2-Erkrankten vereint ist die Hörbehinderung, meist sogar die vollständige Ertaubung. Die verschiedenen Behinderungen entstehen durch Operationen, bei denen Tumore entfernt werden, die NF2 verursacht.

Die Selbsthilfegruppe hat bereits zahlreiche Broschüren publiziert, veranstaltet jährlich Seminare und wird von einem Vorstandsgremium gelenkt, das ausschließlich aus Betroffenen besteht. Somit leistet die Selbsthilfegruppe aktiv Hilfe zur Selbsthilfe. In vielen kleineren Spendenaktionen wird zudem der Kontakt nach außen gesucht, um Bewusstsein für NF2, insbesondere für die damit verbundene Hörbehinderung und die Gebärdensprache, zu schaffen.

Es gehört zum Selbstverständnis der Selbsthilfegruppe, dass unabhängig von den Behinderungen der Teilnehmer alle alles verstehen sollen. So setzt die Gruppe regelmäßig Gebärden- und Schriftdolmetscher und weitere technische Hilfsmittel wie Monitore oder Tablets ein, um auch auf kommunikativer Ebene umfassende Barrierefreiheit zu schaffen. Diese bedarfsorientierte Grundhaltung vermittelt die Selbsthilfegruppe bei all ihren Tätigkeiten auch nach außen.

Wer mehr über die Selbsthilfegruppe oder die Krankheit NF2 erfahren möchte, findet zahlreiche Informationen und Kontaktmöglichkeiten auf der Homepage www.nf2.de.

'Gehörloser Freiberufler und Berater? Wie passt das denn zusammen?“

Manuel Gnerlich

Für die alten Taubstummenoberlehrer war es noch selbstverständlich, dass Taubstumme handwerkliche Berufe erlernen und ausüben können. Mehr aber auch nicht! Gehörlose Akademiker? Unvorstellbar, und schon gar nicht mit Gebärdensprache in der Ausbildung!

Heute hat man sich schon fast daran gewöhnt, dass es gehörlose Anwälte, Ärzte, Lehrer, Informatiker usw. gibt. Und dass sie in der Ausbildung und im Berufsalltag durch Gebärdensprachdolmetscher unterstützt werden. Etwas Besonderes sind sie aber immer noch, vor allem, wenn sie dann auch noch freiberuflich tätig, also ihr eigener Chef sind. Wie Manuel Gnerlich aus Hamburg, der als gehörloser freiberuflicher Softwareentwickler in der IT-Branche tätig ist. Wie das so läuft, erklärt er in einem Interview mit "GULP - Das Portal für IT- und Engineering-Projekte":

"Gehörloser Freiberufler und Berater? Wie passt das denn zusammen?“

Gemeinsame Stellungnahme von DGB und DSB zur Weiterentwicklung des barrierefreien Notrufs

DGB und DSB

In den letzten Wochen wird durch verschiedene Presseveröffentlichungen vermehrt der Eindruck erweckt, als sollte das Notfallfax abgeschafft werden. Das ist nicht richtig.

Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. bezieht gemeinsam mit dem Deutschen Gehörlosenbund Stellung zum Thema Notruf.

Café Ole ein voller Erfolg

Café Ole
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Dazu gehört schon eine große Portion Mut, als Gehörloser ein Café zu betreiben, ein Café nicht nur für Gehörlose, sondern für alle! Sezer Yigitoglu hat diesen Mut aufgebracht und am 8. Juli das Café Ole in der Boddinstr. 57 in 12053 Berlin-Neukölln eröffnet. Wieso Café OLE? Na, so heißt Sezers Hund! Café Ole ist jeden Tag von 10-20 Uhr geöffnet.

Sezer: "Ich werde immer frische Kuchen, Quiches und andere Leckereien anbieten." Gehörlose Gäste werden mit der Kommunikation keine Mühe haben, und Hörende können so ganz nebenbei ihre DGS-Kenntnisse auffrischen. ;-)

Gehörloser eröffnet Café in Neukölln
Gehörloser eröffnet Kiezcafé
Zeigen Sie einfach auf die Karte
Ole ist nicht nur ein Hund, sondern jetzt auch ein Café

 Deaf man opens Café in Berlin

Ein neues Zeitalter für den Notruf

Notruf vom Handy zu dritt mit Leitstelle, Dolmetscher und gehörlosem Anrufer
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Hilfe, ich habe einen Herzinfarkt! Wo bleibt der Krankenwagen?

Der Notruf ist für Gehörlose und Schwerhörige in Europa und Amerika gleichermaßen ein leidiges Thema - wenn wir überhaupt eingeschränkten Zugang haben, dann nur durch veraltete Methoden wie Schreibtelefon und Fax. Hörende können innerhalb von Sekunden eine Antwort erwarten, wenn sie 112 wählen. Wir dagegen müssen nach wie vor wertvolle Zeit damit vertändeln, ein verstaubtes Faxgerät hervorzukramen und dann hoffen und beten, dass die 112-Leitstelle mit unserem Anruf überhaupt klar kommt. Ganz davon zu schweigen, dass Schreibtelefone und Faxgeräte nicht auf digitalen Telefonnetzen funktionieren. Also mal hoffen, dass es mit dem Herzinfarkt doch nicht so schlimm ist?

Stellt euch vor, es steht uns eine Revolution ins Haus, und keiner weist darauf hin.

Denn nicht weniger verbirgt sich hinter lapidaren Meldungen wie zum Beispiel dieser hier: "Einheitliche europäische Notruf-Nummer für alle BürgerInnen". Das Revolutionäre für Gehörlose und Schwerhörige liegt nämlich nicht so sehr in einer einheitlichen Nummer, sondern darin, dass man im zukünftigen Notruf per Video, Audio und Text kommunizieren kann - sogar gleichzeitig (siehe das Video unten).

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Webcam in der Commerzbank, Düsseldorf

Rob

Viele von Ihnen kennen bereits Rob Davis. Rob ist seit vielen Jahren ertaubt und arbeitet als Berater für Hörgeschädigte und Gehörlose bei der Commerzbank (vormals Dresdner Bank) auf der Königsallee in Düsseldorf.

Rob ist ab sofort auch über eine Webcam zu erreichen, ein super Angebot für Menschen, die eben nicht telefonieren können. Sein Skype-Name ist: Camberatung-Rob-Davis.
Für diejenigen unter Ihnen, die Skype noch nicht kennen: Sie können entweder Gebärdensprache nutzen oder das Chatformat, also die Schriftsprache - die perfekte Kommunikationsmöglichkeit für alle Hörgeschädigten.

Geplant sind auch spezielle Termine für z.B. Baufinanzierungen, Versicherungen, Bausparen usw. Ein entsprechender Spezialist wird da sein, um alle Ihre Fragen beantworten zu können. Die Termine, passend zum jeweiligen Bereich, werden später hier in Taubenschlag/Termine veröffentlicht.

Rob hat über die Jahre sein eigenes „Netzwerk“ aufgebaut, hierzu zählen Anwälte, Ärzte, Rehas, Logopäden usw., wobei vielen Hörgeschädigten nicht nur in Bankangelegenheiten weitergeholfen werden kann.

Rob ist gebürtiger Engländer. Das bedeutet für die Deafies, die Engländer sind oder hauptsächlich die englische Lautsprache benutzen: Auch sie können per Chat-Format eine Hilfestellung bzw. Beratung bekommen.

Rob ist auch offen für Vorschläge, wie er zum Beispiel seinen Arbeitsplatz/Beratungsstelle für Hörgeschädigte noch besser machen kann. Er freut sich jetzt schon auf Ihre Ideen und Anregungen.

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