Ein Film in Gebärdensprache, von Gehörlosen produziert, jetzt
auf DVD, mit deutschen und englischen Untertiteln - aber OHNE Ton!
;-)
Sieg des
Geistes
Ein Film in Gebärdensprache, von Gehörlosen produziert, jetzt
auf DVD, mit deutschen und englischen Untertiteln - aber OHNE Ton!
;-)
Sieg des
Geistes
Das 9. Gehörlosen- und Gebärdensprach- Film- und Fernsehfestival findet vom 26. bis 28. November 2004 in Wolverhampton (GB) statt. Es beginnt schon mit einer Sensation: Dem ersten Film in Gebärdensprache, von Gehörlosen produziert: The Golden Legacy (= Die goldene Erbschaft).
Alle Darsteller in The Golden Legacy benutzen ASL. Patrick Brannelly spielt George, der dauernd nach einer Gelegenheit sucht, schnell reich zu werden, um somit seinen langweiligen Job und seine Schulden loszuwerden. Eines Tages trifft er Aeneas (gespielt von Al Marotta), einen älteren Mann, der auf der Suche nach einem Jahrhunderte alten Schatz, gefüllt mit Piratengold, ist. Die zwei schließen sich zusammen und ihre Suche führt sie durch ganz Boston und dessen Vororte. Ihre Jagd endet schließlich in Martha’s Vineyard, auf der Insel, wo während fast 300 Jahren eine Gebärdensprachgemeinschaft geblüht hatte.
The
Golden Legacy
weitere Infos zum Filmfestival bei
kugg
Rogge kommt! Rogge ist da! – Dieser
Schlachtruf lässt die Bürokraten Deutschlands seit
mittlerweile sechs Jahren aufschrecken. Denn Alfons Rogge, 56 und
seit 1997 Vorsitzender des Katholischen Gehörlosenverbandes
Deutschland, ist ein Mann der Tat. Telefonieren ist für
Gehörlose nicht leicht und Papier ist geduldig. Also macht
sich Alfons Rogge auf den Weg und steht schlicht vor der Tür,
wenn er etwas bewegen will.
Am 31. Mai 2002 erhielten Martina Schleif, Ingrid
Kiaulehn und Kerstin Kiaulehn für die Sendung "Schulpolitik: Erfurt
kontra Gotha" den ersten Preis der Thüringer
Landesmedienanstalt.
Die Sendung über den neuen Standort der zusammengeführten
Schwerhörigen- und Gehörlosenschule in Thüringen wurde von einer
gehörlosen Nutzergruppe produziert und ist ein Beispiel dafür, wie
sich eine Personengruppe, die sonst im Fernsehen viel zu wenig
Berücksichtigung findet, im Offenen Kanal mit ihren Themen und
Positionen zu Wort meldet.
Weiter Infos ...
Schweiz 2001, 90 min.
von Christoph Schaub mit Emmanuelle Laborit
Um ihre Arbeit in einem
Obdachlosenheim zu leisten, muss die gehörlose Nonne Antonia (27)
täglich mit dem Zug vom Kloster in die Stadt fahren. Sie trifft auf
Mikas (30). Eine neue, spannende Welt tut sich für Antonia auf,
denn Mikas ist wie sie gehörlos. Die beiden, die so unterschiedlich
sind, können sich in ihrer gemeinsamen Sprache - in der
Gebärdensprache - unterhalten.
Antonia und Mikas verlieben sich. Antonia weiss jedoch nicht, dass
Mikas nur vorgibt ein Zirkus-Artist zu sein und nur in die Schweiz
gekommen ist, um Geld als Taschendieb zu beschaffen. Mikas wird von
einem Diebstahlopfer gestellt. Beim Versuch zu fliehen, kommt er
ums Leben. Antonia ist verwirrt und traurig. Die Erfahrungen mit
Mikas bewegen bei ihr viel und sie hat endlich das Gefühl, auch ihr
könne die Welt offenstehen. Sie beschliesst, ein neues Leben
anzufangen und reist nach Washington DC, um dort an der
Gehörlosenuniversität Gallaudet zu studieren.
Die DVD kann bestellt werden bei DEAFSHOP.
Der letzte Gehörlose - Gehörlose, eine vom Aussterben bedrohte "Rasse"? Ein Thema, das Gehörlose angesichts von CI und integratver Beschulung stark bewegt.
Reiner Mertz und Jürgen
Endress haben zu diesem Thema einen Videofilm gedreht, der auf den
Kulturtagen in München bejubelt wurde.
Dieses Video kann man jetzt kaufen: Bestellschein
Homepage: http://www.mertz-art.de/MediaFilm/MediaFilm.htm
Die Geschichte erzählt von der
Freundschaft zwischen einem gehörlosen Jungen und einem
Sänger und Tänzer, der die Orientierung im Leben verloren
hat. Ort der Handlung: eine kleine Stadt in Italien.
Ein Film über die Lust am Hören und Bewegen, die Stille
der Nacht, die Schönheit der Gebärdensprache.
Neben den (wenigen) Worten sind Musik, Gesang, Bewegung und
Gebärdensprache die wichtigsten Ausdrucksformen.
Der Film kann für 29,50 DM bestellt werden
bei: CONTACT FILM, Lutz Gregor, Gabelsbergerstrasse 17, D-50674
Köln, Tel: 0221 / 282 77 22, Fax: 0221 / 282 77 76, Mobil:
0177 40 70 998, E-Mail: LutzGregor@t-online.de
Die Tochter gehörloser
Eltern kämpft um ein eigenes Leben.
Lara (Sylvie
Testud) ist für ihre gehörlosen Eltern die Brücke
zur Außenwelt. Ob in der Sparkasse oder in der Schule
geschickt dolmetscht sie alle Lebenslagen. Als Tante Clarissa ihr
zu Weihnachten eine Klarinette schenkt, entdeckt Lara ihre Liebe
zur Musik. Unter allen Umständen will sie aufs Konservatorium.
Ihre Eltern fürchten, sie zu verlieren, denn diese fremde Welt
können sie nicht verstehen…
Der sensibel erzählte Film von Jungregisseurin Caroline Link
erhielt zahlreiche verdiente Auszeichnungen, darunter den
Bayerischen Filmpreis und eine Oscar-Nominierung für den
Besten fremdsprachigenFilm.
Der Gehörlosenlehrer William Hurt verliebt sich in seine hochbegabte Ex-Schülerin Marlee Matlin (Oscar-gekrönt).
Mit List und Tücke
gegen einen Killer: Marlee Matlin bedient sich der Waffen einer
Gehörlosen. Thriller
Ein Geldstück bringt die taube Jillian (Marlee Matlin) in arge
Bedrängnis: Ihr Freund Mickey (John McGinley) ist
zufällig in den Besitz einer wertvollen Goldmünze
gelangt. Statt sie den rechtmäßigen Eigentümern zu
übergeben, behält er sie lieber. Der kriminelle Polizist
Brock (Martin Sheen) weiß jedoch von der Antiquität und
will sie an sich bringen. Dafür geht er sogar über
Leichen besser gesagt über Mickeys, denn kaum hat der
dem Cop verraten, daß die Münze bei Jillian versteckt
ist, wird er auch schon getötet. Brock stattet der
Gehörlosen Jillian einen Besuch ab… Hauptdarstellerin
Marlee Matlin, die tatsächlich unter einer Hör- und
Sprachbehinderung leidet, erhielt 1987 einen Oscar für ihre
Rolle in «Gottes vergessene Kinder».
Drei Bankräuber, die
aus dem Knast ausgebrochen sind, bringen eine Gruppe Kinder und
deren Lehrerin in ihre Gewalt. Das FBI versucht, die Taubstummen zu
retten… TV-Geiseldrama mit James Garner
Auf der Flucht vor der Polizei kidnappen drei entflohene
Sträflinge einen Bus mit taubstummen Schülerinnen. Das
Trio verschanzt sich mit den Geiseln in einem ehemaligen
Schlachthof. Die zu Hilfe gerufene FBI-Einheit leitet John Potter
(James Garner). Der hartgesottene Cop hat in dem Anführer der
Gangster einen zähen Gegner gefunden: Handy (Kim Coates)
erschießt die erste Geisel. In ihrer Not nimmt die taube
Lehrerin Melanie durch Gebärdensprache Kontakt zu den
Männern vom FBI auf. Während Potter und Handy verhandeln,
erkundet sie einen Fluchtweg. Wenn es sein muss, will Melanie ihre
Schützlinge auf eigene Faust rausbringen.… Die straff
geführte Handlung hebt „Dead Silence“ über
das Mittelmaß vieler TV-Filme hinaus. Bis zum
überraschenden Finale hält das Drama die Spannung, ist
aber zum Teil unnötig gewalttätig. „Detektiv
Rockford“ macht trotz seiner hier 69 Jahre eine gute
Figur.
Eine Autorin gerät in
Verdacht, ihren Liebhaber erledigt zu haben. Krimi mit Eric Roberts
und Rachel Hunter, der Ex-Frau von Rod Stewart
Das ist der Stoff, aus dem ihre Bestseller sind: Susan Price
(Rachel Hunter) landet unschuldig im Knast. Eifersüchtig hat
sie ihren Verlobten Jack (Gary Busey) auf einer Presseveranstaltung
bedroht. Wieder zu Hause, wollen sich beide vertragen, als es
passiert: Eine maskierte Person dringt ins Zimmer, erschießt
Jack und geht Susan an die Gurgel. Sie schafft es, dem Mörder
ein Glas über den Schädel zu ziehen und zu verschwinden.
Nur dumm, dass ihre Fingerabdrücke auf der Waffe sind…
Ist zwar keine Fernsehproduktion, sieht aber so aus. Von den
Ungereimtheiten im Drehbuch einmal ganz
abgesehen…
Ein expressionistisches Stummfilm-Märchen in Gebärdensprache: Die gehörlose Alice befreit die Welt vom bösen Zauberer, der Gehörlosen zwangsweise überdimensionale Ohren verpassen und sie zu hörenden Mutanten machen will. Eine Parabel auf den Kampf um die Anerkennung Gehörloser als sprachliche Minderheit. Der Film ist entstanden aus der Zusammenarbeit des (hörenden) Regisseurs Jörg Fockele mit den gehörlosen Mitgliedern des Gebärdentheaters „Visuelles Theater Hamburg“, die sämtliche Hauptrollen (bis auf die des bösen Zauberers) übernahmen. Der Film zielt weder auf das Mitleid noch auf das Verständnis Hörender. Stattdessen bietet er die Gelegenheit, die Ausdrucksstärke und Eleganz der Gebärdensprache kennenzulernen. Er zeigt, daß Gehörlose nicht die Lautsprache brauchen: sie haben ihre eigene Sprache. Alice kämpft stellvertretend um diese Sprache. Sie muß sich zur Wehr setzen - gegen böse Zauberer, hörende Ärzte und Pädagogen, die ihr das Gebärden verbieten und stattdessen die Lautsprache aufzwingen oder sie mittels komplizierter Operationen von ihrem „Leiden“ erlösen wollen. Natürlich siegt Alice in dem ungleichen Kampf - zumindest im Märchen.
Der Film erhielt bei den Internationalen Berliner Filmfestspielen 1995 den Förderpreis der New York Film Academy. „Der Film porträtiert eine Minoritätengruppe mit Stolz und Selbstbewußtsein und nimmt uns mit in eine Welt, von der wir viel lernen können.“ (aus der Jury-Begründung )
Die Integration behinderter Schülerinnen und Schüler in der Regelschule ist ein schwieriger Weg für alle Beteiligten. Bei körperbehinderten und auch bei geistig behinderten Kindern gibt es mittlerweile positive Erfahrungen. Doch bei gehörlosen Jugendlichen wird Integration eher skeptisch beurteilt. Die Geschichte von Anja, einem 14-jährigen gehörlosen Mädchen aus Tirol, zeigt jedoch, daß eine selbstgewählte schulische Integration auf der Grundlage eines zweisprachigen Unterrichts (Lautsprache und Gebärdensprache gleichberechtigt nebeneinander) klappen kann, wenn das Umfeld stimmt.
David ist schwerhörig, Daniel stark sehbehindert, Martina leidet an Skoliose und Jan sitzt mit Spina bifida im Rollstuhl. Trotz ihrer unterschiedlichen Behinderungen besuchen sie die sechste und siebte Klasse einer normalen Schule. Am privaten Derksen-Gymnasium in München werden schon seit der Gründung der Schule im Jahre 1959 behinderte und nichtbehinderte Schüler zusammen unterrichtet. Der Film begleitet die vier Schüler, ihre Freunde und Lehrer im Schulalltag.
Evelyn Glennie, weltbekannte Percussionistin aus Schottland; Emmanuelle Laborit, Schauspielerin aus Paris, Gewinnerin des begehrten César für außergewöhnliche Leistungen auf dem Theater; Maria Conchita Gil, Flamenco-Tänzerin; Joël Challude, Pantomime: vier herausragende KünsterInnen, die eines gemein haben - sie alle sind gehörlos. Der Film porträtiert die vier KünstlerInnen und lädt ein zu einer emotionalen Meditation über die unterschiedlichen Arten von Wahrnehmung und Ausdruck.
„Stille kann man nicht ausdrücken, weder mit Worten noch mit Gebärden. Es ist etwas tief in dir drin. Hörende glauben, sie könnten sich unsere Stille vorstellen, aber sie haben sie nie erfahren: in ihrer Welt ist immer Lärm, irgendein Geräusch. Auch draußen auf dem Land: du hörst den Wind, das Rascheln der Blätter, das Knistern von brennendem Holz im Ofen. Immer ist da irgendein Geräusch, auch wenn es anscheinend still ist. Hörende haben eine falsche Vorstellung von der Stille der Gehörlosen. Hörende setzen unsere Stille häufig gleich mit einer Art Dunkelheit, völliger Finsternis. Aber sie irren sich. Ich lebe nicht in einer Finsternis, meine Stille ist voller Farben, Eindrücke, Schwingungen: Es gibt einen inneren Klang, den jeder von uns hört und den keiner definieren kann.“ (Emmanuelle Laborit)
TANZ DER
HÄNDE
Dokumentarfilm, Schweiz, 1997, Farbe, 68
Min
Ein Film von drei Filmemachern, die selbst gehörlos (Peter Hemmi, Enrico de Marco) bzw. schwerhörig (Phil Dänzer) sind. Eine Liebeserklärung Hörbehinderter an ihre Sprache, die Gebärdensprache. Der Film führt in verschiedene Zentren der Gehörlosenkultur und der Gebärdensprachforschung in Frankreich, in der Schweiz, in Deutschland und in Schweden. Er zeigt die Schönheit und Ausdrucksstärke der Gebärdensprache, und er zeigt auch, wie abwegig es war und ist, sie zu diffamieren, zu unterdrücken oder gar zu verbieten.
„Die Gemeinschaft der Gehörlosen kann nicht verstanden werden unter dem Gesichtspunkt der Behinderung oder des Defizits. Statt von einer Behinderung zu berichten, zeigt dieser Film, daß die Gehörlosen eine eigene Kultur mit ihren Wurzeln, Codes, Vorbildern und Gebräuchen haben. Mit dieser Kultur wollte ich die Zuschauer konfrontieren, aber nicht auf eine pädagogische oder abstrakte Weise, sondern durch die verschiedenen Figuren, denen die Kamera folgt, die vielen Geschichten, die der Film erzählt. Es ging mir darum, einen Film zu machen, der die Zuschauer in die Welt der Gehörlosen versetzt und dessen Muttersprache die Gebärdensprache ist.“ (Nicolas Philibert)
Der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm wurde unter anderen auf den Festivals in Locarno, San Francisco, Vancouver und Bombay ausgezeichnet.
mit gehörlosen Schauspielern, einem gehörlosen Regisseur, einem gehörlosen Produzenten - unvorstellbar? Seit kurzem läuft die Serie VeeTV im englischen Fernsehen. Davon können wir hier in Deutschland nur träumen. Schade, dass wir Channel4 nicht empfangen können. Aber vielleicht bekommen unsere Fernsehanstalten von diesem guten Beispiel ja einige Anregungen. Auch, wer nur ein wenig Englisch kann (oder gar nicht), sollte sich die Website von VeeTV ansehen!