DHL

Wer ein Paket verschickt, bekommt oft einen Internetlink. Den braucht man nur anzuklicken, um den Weg des Pakets zu verfolgen. Das ist soweit auch für Gehörlose barrierefrei. Was aber, wenn es Fragen gibt? Hörende rufen dann einfach an, aber Gehörlose? Neuerdings nutzt DHL auch den von Gebärdenwerk betriebenen Service SQAT. Da können Sie mit Ihrer Webcam eine Frage gebärden und bekommen auch die Antwort in DGS. Super, DHL bemüht sich offensichtlich um Barrierefreiheit!

Mit DHL in Gebärdensprache kommunizieren

Kommentare

Von: sunnbuddy

Datum: 20.01.2011 12:40

Ich finde, dass das eine gute Sache ist. Aber ein Kritikpunkt habe ich dennoch: Viele Gehörlosen können nicht so gut Englisch und ich frage mich, wer das als Wort "SQAT" erfunden hat. Muss das immer in Englisch sein? Geht das nicht in Deutsch? Wäre für Gehörlosen viel einfacher und außerdem leben wir hier in Deutschland! :)

Von: Ralph Raule

Datum: 21.01.2011 12:03

Hallo sunnybuddy,

danke für das Kompliment! Inzwischen wird DHL fleißig genutzt und es zeigt, dass SQAT eine sehr nützliche und sinnvolle Anwendung ist.

Der Kritikpunkt mit dem Anglizismen (=Einfluss der englischen Sprache auf andere Sprachen) nehme ich gerne an, zumal ja der Begriff SQAT von mir stammt. Die Grundüberlegung war, wie kann man das Wort "Gebärden" auch international einsetzen? So toll unsere deutsche Sprache manchmal ist, mit dem Umlauten ist das so eine Sache. darin liegt das Hauptproblem, da bspw. diese in den Domainnamen nicht eingesetzt und in den Suchresultaten entsprechend nicht gefunden werden können. So erfahren wir das ja oft auch mit unserem Firmennamen Gebärdenwerk. Deshalb fiel die Entscheidung, dies in Englisch zu nutzen. SQAT selbst ist ja die Abkürzung für "Signing Question an Answer Tool", kann aber ruhig als Eigennamen gelten.

Ich hoffe, dieses Argument ist nachvollziehbar und akzeptabel? Für weitere Fragen oder Anliegen in diesem Punkt stehe ich gerne unter meiner eMail-Adresse ralph.raule@gebaerdenwerk.de zur Verfügung.

Von: sunnbuddy

Datum: 23.01.2011 10:43

Hallo Ralph,

schön, dass ich Dich hier mal nach langer langer Zeit antreffe. Die Frage ist natürlich, ob du noch Erinnerung an mich hast. =)
Ich finde dennoch sehr schade, dass heutzutage immer mehr englische Sprache im Vordergrund steht. Vielleicht bin ich ein bisschen zu konservativ, aber was sagt man so schön; "Man muss mit der Zeit gehen".

Deine Erklärungen sind nachvollziebar und akzeptabel. Nichts desto trotz finde ich die Idee mit DHL für Gehörlose einfach super... Mach weiter so. Ich bin auf neue Ideen sehr gespannt.

Schönen Sonntag!
Viele Grüße

Danny Dormann

Von: Ralph Raule

Datum: 24.01.2011 22:17

Hallo sunnbuddy,

(oder Danny Dormann)! Hm, erinnern? Bist Du Sohn von Angela und Dietmar? Falls ja, würde ich freuen, wenn wir uns über zignoO direkt kontaktieren könnten.

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, was die Anglizismen angeht: Es könnten weniger sein und ich versuche oft, diese mit klaren und deuten Worten zu besetzen. So gehöre ich auch zu den Managern, die mit Buzzwörtern um sich schmeißen, auch wenn das für mein Berufsstand eher typisch ist.

Das ist übrigens jetzt mit der Zeit gehen: Man versucht nun mehr, die Anglizismen zu vermeiden. Du Bist also schon auf der richtigen Spur ;-)

Herzliche Grüße

Ralph

Von: Oliver

Datum: 05.05.2011 15:10

Ich habe diesen Service von DHL heute zufällig entdeckt und dann per Google diesen Eintrag hier gefunden.

Mich würde sehr interessieren, ob DHL per Gebärdensprache intensiv genutzt wird. Nach meiner Vorstellung (aber ich bin hörend) ist eine E-Mail-Anfrage oder ein Chat doch noch viel einfacher, vor allem, wenn ich sowieso schon im Web surfe und direkt lostippen könnte?

Haben Gehörlose die Webcam immer einsatzbereit, oder was macht diesen Weg der Kommunikation interessanter als das geschriebene Wort?

Viele Grüße!
Oliver

Von: Black_Ivory

Datum: 14.07.2011 09:57

Meine Frage geht in die gleiche Richtung.
wenn ich die Beschreibung des Dienstes bei DHL richtig deute, dann wird das aufgezeichnete Webcam-Video in Text übersetzt und per Mail an DHL weitergeleitet, das gleiche dann umgekehrt mit der Antwort.
Klingt für mich nach zusätzlichem Aufwand ohne erkennbaren Vorteilen gegenüber einer E-Mail (mal abgesehen von Menschen, die Gebärdensprache können aber Probleme mit dem schreiben/lesen haben - da habe ich dann wieder Zweifel, dass diese den Kontaktweg Internet wählen).

Da ich selber keine Ahnung von Begärdensprache habe, würde mich schon interessieren, wo der Vorteil in diesem Service liegt. Bisher habe ich leider den Eindruck, dass es sich um einen Publicity-Stunt von DHL handelt. Vor allem wenn ich mir anschaue wie die ursprüngliche Pressemeldung von DHL überall (verkürzt) weiterverbreitet wurde.

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