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Professorenstelle für Gebärdensprachdolmetschen

Westsächsische Hochschule Zwickau

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (FH) hat im Fachbereich Gesundheits- und Pflegewissenschaften den Studiengang Gebärdensprachdolmetschen eingerichtet. Hierfür wurde von der "Stiftung Sächsische Behindertenselbsthilfe – Otto Perl" eine Stiftungsprofessur bereit gestellt. Die Besetzung soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgen.

Die Bewerbungsfrist ist sehr knapp (3. Juli). Bei der Bewerbung handelt es sich entweder um eine Vollzeitstelle oder zwei
Teilzeitstellen.

Stellenausschreibung Professur

Workshop zum Thema Interdisziplinäre Forschung

GW2003

Die "Arbeitsgemeinschaft Gebärdensprache" an der RWTH-Aachen lädt zum vierten Workshop zum Thema Interdisziplinäre Forschung am Freitag, 31. Oktober 2003, an der RWTH-Aachen ein. Dabei soll Interessierten ein Einblick in die vielschichtige Forschung auf dem Gebiet der Gebärdensprache geboten werden und Forschungsschwerpunkte der verschiedenen sowohl sprachlich als auch medizinisch und technisch ausgerichteten Institute vorgestellt werden.

Die beteiligten Lehrstühle präsentieren ihre derzeitigen Projekte an Hand von Vorträgen und Demonstrationen.

Die einzelnen Vorträge werden simultan in Gebärdensprache übersetzt, ein direkter Dialog zwischen Hörenden und Gehörlosen ist erwünscht.

'Versuchskaninchen' zum zweiten ;-)

Kernspintomograph

Vor kurzem erst hatten wir auf Untersuchungen in Aachen hingewiesen, für die gehörlose "Versuchskaninchen" gebraucht wurden. Es hatten sich daraufhin genug Gehörlose gemeldet, so dass dieses Forschungsprojekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Nun haben wir ein Schreiben vom Universitätsklinikum Essen erhalten. Die Gehörlosen werden wohl bald eine der am besten untersuchten Bevölkerungsgruppen sein! ;-)

Man weiß inzwischen, von welchen Regionen des Gehirns was gesteuert wird. Aber was passiert, wenn z.B. das Gehör ausfällt? Kann sich das Gehirn dann anpassen? Um das herauszufinden, braucht man in Essen gehörlose "Versuchskaninchen". 

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Taube und Musik?

Evelyn Glennie

Wer mag das geschrieben haben:

„Die Musik ist eine Sprache jenseits der Worte, sie ist universell. Sie ist die schönste Kunst, die es gibt, sie schafft es, den menschlichen Körper leibhaftig in Schwingungen zu versetzen... . Das geht im Inneren des Körpers vor sich. Es sind Noten, die anfangen zu tanzen. Wie Kaminfeuer. Das Feuer, das rhythmisch groß, klein, groß, schneller, langsamer wird. (...) Schwingungen, Emotionen, Farben in magischem Rhythmus.“

 

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Gehörlose Dozentin, hörende StudentInnen

Corrie Tijsseling, gehörlose Dozentin

So lange ist es noch nicht her, dass man es für unmöglich hielt, dass Gehörlose überhaupt studieren können. Mittlerweile gibt es aber schon eine ganze Reihe von gehörlosen StudentInnen. Und es gibt einige gehörlose Akademiker, Ärzte, Lehrer, Juristen... Auch gehörlose Dozenten gibt es. Dabei denkt man unwillkürlich an Institutionen à la Gallaudet University, wo halt Gehörlose Gehörlose unterrichten. Oder Gehörlose unterrichten als Dozenten DGS. Dass aber eine gehörlose Dozentin hörende Studenten unterrichtet, und zwar in Fächern, die mit Gehörlosigkeit NICHTS zu tun haben, das dürfte wohl Seltenheitswert haben - wenn es nicht gar weltweit einmalig ist!

Dr. Taubenschläger ;-)

Christian Vogler

"Uns Krischi" hat's geschafft. Am 20.12.02 hat er mit Bravour seine letzte Prüfung abgelegt, und jetzt haben wir einen echten DOKTOR im Taubenschlag-Team. Herzlichen Glückwunsch, Herr Dr. Vogler!

Promoviert hat er übrigens über:
"AMERICAN SIGN LANGUAGE RECOGNITION: REDUCING THE COMPLEXITY OF THE TASK WITH PHONEME-BASED MODELING AND PARALLEL HIDDEN MARKOV MODELS"
Versteht außer Docs und Profs wohl kaum jemand. Aber es sei verraten: Es geht um die Gebärdenspracherkennung per Computer.

 

erbliche Taubheit

Connexin Zyklus

Gebärdensprache -> Gehörlose heiraten Gehörlose -> mehr erbliche Taubheit

Zu diesen Schlussfolgerungen sind amerikanische Forscher gekommen. Seit 200 Jahren habe sich die Bevölkerungsgruppe der erblich Tauben verdoppelt. Der Grund: Durch die Gründung der Gerhörlosenschulen und die damit verbundene Vereinheitlichung und Verbreitung der Gebärdensprache hätten immer mehr Gehörlose untereinander geheiratet. Das habe zu einer Verdoppelung der erblich Tauben geführt.

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taube Eierköpfe

SMART INTERPID EGG HEAD SAYS

Christian Vogler aus unserem Team hat an einer Konferenz gehörloser Akademiker in Texas teilgenommen. Um die Arbeit dieser Gruppe fortsetzen zu können und um sie zu erweitern, haben wir unser Tochterunternehmen www.deafacademics.org ins Leben gerufen. Im Moment gibt es noch nicht viel zu sehen, und da die Zusammenarbeit gehörloser Akademiker auf internationaler Ebene stattfindet, ist unsere neue Website NUR englischsprachig. Aber auch Akademiker aus den deutschsprachigen Ländern, die des Englischen mächtig sind, sind zur Mitarbeit aufgerufen. Sowohl die Website als auch die Akademikergruppe müssen ja erst aufgebaut werden.

Man kann mit der Zweisprachigkeit nicht verlieren.

Frau Prof. Gisela Szagun

Das wussten wir zwar schon länger, aber schön, wenn es von einer Professorin bestätigt wird. In ihrem (zweiten) Interview mit Karin Kestner stellt Frau Prof. Gisela Szagun fest:

... Wenn man aber in der Zeit eine Gebärdensprache anbietet, wird eine Grammatik erworben. Es schadet nichts, wenn ein Kind zweisprachig aufwächst, d.h. in diesem Fall mit gesprochener und mit Gebärdensprache. Dazu gibt es genug Erfahrungen in anderen Ländern, die weniger ideologisch an das Problem herangehen. Es ist aber Schaden für die intellektuelle und soziale Entwicklung möglich, wenn ein kleines Kind zu lange ohne ein voll funktionierendes Symbolsystem verbringt. Man kann mit der Zweisprachigkeit nicht verlieren.

Lesen Sie das komplette Interview, und falls Sie es noch nicht kennen, auch das erste.
In unserem Forum "café taubenblau" wird übrigens auch heftig über die Tagung an der MHH und die Interviews mit Frau Prof. Szagun diskutiert.

Sprachrhythmen

Sprachrhythmen

Vom jahrhundertelangen Gegeneinander zum Miteinander! Nicht etweder oder, sondern sowohl als auch. Der elende Methodenstreit sollte endlich der Vergangenheit angehören, Laut- und Gebärdensprache friedlich vereint den pädagogischen Alltag bestimmen. "Drei Beiträge zum integrierenden Zusammenhang von Gebärden- und Lautsprache" ist der Untertitel des neuen Buches von Dr. Chrissostomos Papaspyrou. Als gehörloser Wissenschaftler weiß er, wovon er schreibt. Ein kontrastiver Sprachunterricht ist das angestrebte Ziel, in dem eine Sprache auf der anderen aufbaut.

Lesen Sie unseren kurzen Kommentar!

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