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Ingo Barth erhält ZWEITEN Preis für seine Doktorarbeit!

Dr. Ingo Barth

"Die Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen e.V., die Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie und die Gesellschaft Deutscher Chemiker vergeben den Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis 2010 an Herrn Dr. Ingo Barth (Max-Born-Institut Berlin) für seine außergewöhnliche Dissertation: Quantum control of electron and nuclear circulation, ring currents, and induced magnetic fields in atoms, ions and molecules by circularly polarized laser pulses."

Da versteht man als normaler Mensch nur noch Bahnhof, oder? Aber das Wesentliche versteht man schon: Ingo Barth hat die ZWEITE Auszeichnung für seine Doktorarbeit bekommen, nach dem Carl-Ramsauer-Preis (s.u.) jetzt den "Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis 2010"!

Da können wir nur staunen und ganz herzlich gratulieren, lieber Ingo!

 Die Leipziger Volkszeitung berichtet:
Ostwald-Preis geht an Quantenphysiker

IDGS sucht wiss. Mitarbeiter

Ab 01.05.2011 ist im Projekt „Entwicklung eines korpusbasierten elektronischen Wörterbuchs Deutsche Gebärdensprache (DGS) – Deutsch“ eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter zu besetzen.
Weitere Informationen …

 

DGS-KORPUS IN BERLIN

DGS-Korpus

Am 15. April findet in Berlin im Gehörlosenzentrum in der Friedrichstraße eine Infoveranstaltung zum Thema "DGS-Korpus" statt.

Sprache(n) als europäisches Kulturgut

Herbert-Batliner-Europainstitut

Linguistic McDonaldization in Europe - Alles Englisch oder doch zurück zur Regionalsprache, zum Dialekt? Verbindet Sprache oder trennt sie Menschen? Sprachen sterben und neue werden geboren (SMS) - was macht den europäischen Kommunikationsraum aus?
Diese Fragen und weitere Themen werden von 20 hochkarätigen Referenten aus ganz Europa erörtert. Darunter der ehemalige EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit Leonard Orban.

Die kostenlose Veranstaltung findet an der Fachhochschule Salzburg, Campus Urstein, statt. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Übersetzung wird angeboten. ACHTUNG: Das ganze Symposium wird auch in ÖGS gedolmetscht!


Ihre Ansprechpartnerin für Inhalt und Anmeldung: Dr. Claudia Schmidt-Hahn.

Herbert-Batliner-Europainstitut
 

Gehörlose TeilnehmerInnen und Personen mit Cochlea-Implantat für Studie an der Universität Hamburg gesucht

BPN

Für eine Studie zu multisensorischer Wahrnehmung und sensorischer Dominanz sucht Dr. Elena Nava, Abteilung Biologische Psychologie und Neuropsychologie, noch gehörlose TeilnehmerInnen und Personen mit Cochlea-Implantat.

Die Untersuchung findet je nach Wunsch in DGS und/oder Lautsprache statt und dauert zwischen 1 und 3 Stunden. Sie findet an der Universität Hamburg statt. Es gibt eine kleine Aufwandsentschädigung. Ggf. anfallende Fahrtkosten können nach Anfrage erstattet werden.

Bei Interesse oder Fragen schreibt gerne eine Mail an Elenas studentische Hilfskraft
Gerhild, sie studiert Psychologie und Gebärdensprachen und wird die Studie mit euch durchführen.

Ringvorlesung 'Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies'

ZeDis

Die Ringvorlesung beginnt am 4. April und endet am 11. Juli 2011. Alle sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht nötig und der Eintritt ist frei. Schriftmittler/innen werden alle Vorträge dolmetschen. Es ist möglich, nur einzelne Vorträge zu besuchen.

Zeit: montags, 16.00 - 18.30 Uhr
Beginn: 04.04.2011
Ort: Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel, Raum 221, 20146 Hamburg

Kontakt und Veranstaltungsleitung:

Universität Hamburg, Zentrum für Disability Studies (ZeDiS), Sedanstraße 19, Raum 237, D - 20146 Hamburg
Fax: (040) 42 838 - 33 92, Tel.: (040) 42 838 - 37 35 (mit AB), e-Mail: zedis@uni-hamburg.de

Kindervorlesung mit Dolmi: Was alles im Würfel steckt

Kindervorlesung im Mathematikum

Die Kindervorlesung im Mathematikum Gießen am 15.1.2011 wird in Gebärdensprache übersetzt!

Die erste Kindervorlesung im Jahr 2011 wird etwas ganz Besonderes - denn sie wird simultan in Gebärdensprache übersetzt. Im Rahmen der Sonderausstellung "Versteh mich nicht falsch!" wird der Direktor des Mathematik-Mitmach-Museums durch eine Gebärdendolmetscherin unterstützt.

Das Mathematikum lädt einmal monatlich zu seinen beliebten Kindervorlesungen, in denen Professor Beutelspacher mit den Kindern zusammen ein spannendes mathematisches Thema erarbeitet. Am 15.1.2011 geht es um das Thema "Was alles im Würfel steckt". Jeder denkt, dass er den Würfel gut kennt. Aber auch im Würfel stecken noch viele Geheimnisse. Man kann mit ihm experimentieren, man kann viele Würfel zusammensetzen und man kann aus einem Würfel andere, spannende Körper bauen.

Termin: 15.1.2011, 11.00 Uhr (Die Kindervorlesung dauert ca. 1 Stunde.)
Eintritt: 4€ pro Kind. Die Eintrittskarte gilt als Tageskarte für das Mathematikum.
Eltern können bei freien Plätzen mit in die Kindervorlesung.
Kartenreservierung unter Tel. 0641-9697970

Kindervorlesung in Gießen am 15.1.11

Sternstunden – Wunder des Sonnensystems

Gasometer

Führung durch die Ausstellung „Sternstunden – Wunder des Sonnensystems“ mit Hans-Holger Miebach

Die Ausstellung „Sternstunden – Wunder des Sonnensystems“ im Gasometer Oberhausen zählt zu den beliebtesten Attraktionen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Sie ist nur noch bis 30. Dezember geöffnet.

Hans-Holger Miebach (gehörlos, Dipl. Informatiker und sehr kundig in der Astronomie) wird zum letzten Mal durch diese eindrucksvolle Ausstellung in Gebärdensprache führen: Informativ und verständlich wird er uns das Sonnensystem erklären. Eine Chance, die man nutzen sollte.

Termin:  Freitag, 3. Dezember 2010, 15:00 Uhr Gasometer Oberhausen

Weitere Infos: http://www.gasometer.de/de_DE/index.php und http://www.zeichensetzen-online.de

Für die Teilnahme an der Führung bitten wir um Anmeldung: helga.ulbricht@zeichensetzen-online.de

Die Entstehung der Arten - zur Evolutionstheorie und Reise nach Südamerika

Evolution

Charles Darwin war ein britischer Naturforscher. Er gilt in der Entwicklung der Evolutionstheorie mit seinem Werk „Die Entstehung der Arten“ als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler. Auf seiner fast fünf Jahre andauernden Reise (1832 – 1836) mit der HMS Beagle sammelte er Fossilien, Pflanzen, Tiere und andere Proben. Diese Reise führte ihn fast um die ganze Welt und galt als Schlüsselerlebnis seiner späteren Werke.

Dirk Rohwedder (gl) nimmt Sie mit auf die Reise Charles Darwins und lädt anschließend zu einer Frage- und Diskussionsrunde ein.

Wann? - am Freitag, den 12. November, EINLASS 18.00 h – BEGINN 18.30 h
Wo? - Stadtverband der Gehörlosen Düsseldorf e.V., Himmelgeister Straße 107, Raum 113 (1.Etage), 40225 Düsseldorf

Taube Katzen sehen auch mit dem Hörzentrum

taube Katze

So betitelt SPIEGEL ONLINE einen Artikel über Forschungsergebnisse eines internationalen Forscherteams.

"Die Katzen sind von Geburt an taub, aber ihr Hörzentrum wird trotzdem gebraucht. Die Tiere nutzen es zum Sehen, wie Forscher nun beobachtet haben. Einen ähnlichen Effekt gibt es auch bei blinden Menschen."

Und wie ist es bei gehörlosen Menschen? Nutzen sie auch das Hörzentrum, um besser sehen zu können? Haben Gehörlose wirklich ungeahnte visuelle Fähigkeiten? Schon Kant hatte den Begriff "Vikariat der Sinne" geprägt. Damit meinte er den "Gebrauch des einen Sinnes, um die Stelle eines anderen zu vertreten". Dass das bei Blinden verblüffend gut funktionieren kann, ist bekannt. "Der 'Fledermausmann' Daniel Kish bewegt sich gewandt wie ein Sehender. Er schnalzt mit der Zunge und zeichnet sich mit Hilfe des Echos ein Bild von der Welt." Bei Gehörlosen hat man bisher nur vermutet, dass sie einen weiteren Blickwinkel haben als Hörende. Nun also der Beweis: Gehörlose nutzen das Hörzentrum zum besseren Sehen!

Eine tolle Fähigkeit, meint einer unserer Besucher. Die müsse man unbedingt erhalten, also ein Argument GEGEN das CI. - Nein, im Gegenteil, so früh wie möglich implantieren, damit das Gehirn nicht erst "falsch" verdrahtet wird, meinen dagegen die Forscher der MHH. - Schon bemerkenswert, wie unterschiedlich ein und dasselbe Forschungsergebnis bewertet werden kann!

Hirnforschung: Taube Katzen sehen auch mit dem Hörzentrum
Gehörlose können ihre Gehirne neu "verdrahten"
Warum Gehörlose oft besser sehen
MHH-Forscher: Nicht genutzte Hirnareale übernehmen neue Funktionen

WeltWissen

WeltWissen

Berlin feiert in diesem Jahr seine Wissenschaften. Feiern Sie mit!

Vom 24.09.2010 – 9.01.2011 findet im Martin-Gropius-Bau die Ausstellung „WeltWissen“ statt. Anna-Kristina Mohos führt Sie in Gebärdensprache durch die Geschichte der Berliner Wissenschaft, stellt Ihnen Nobelpreisträger vor und zeigt Ihnen, wie damals und heute geforscht wurde bzw. wird.

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26. Internationale Fachtagung für PsychologInnen

IDGS

Vom 6.-8. Oktober 2010 findet an der Universität Hamburg (Edmund Siemers Allee 1, Ostflügel Foyer) die 26. Internationale Fachtagung für Psychologinnen und Psychologen an Einrichtungen für Hör- und Sprachgeschädigte statt.

Die diesjährige Tagung steht unter dem Motto:
„Schnittstellen zwischen Medizin und Psychologie in der Arbeit mit Hörgeschädigten“

Carol Padden bekommt 'Genie'-Stipendium

Carol Padden

Es ist ein exklusiver Kreis von auserwählten Leuten: jährlich werden 20-25 Leute in Amerika in einem geheimen Verfahren für das MacArthur-Stipendium ausgewählt. Dieses Stipendium wird dort, wegen seines hohen Prestiges, oft das "Genie-Stipendium" genannt. Insgesamt mit 500.000 Dollar über 5 Jahre dotiert, soll es führenden Wissenschaftlern, sozial engagierten Leuten, und Künstlern helfen, Großes auf die Beine zu stellen. In diesem Jahr hat es zum ersten Mal eine von "uns" geschafft: die gehörlose Professorin Carol Padden von der Universität von Kalifornien in San Diego.

Herzlichen Glückwunsch, und alle Hochachtung an Professor Padden! Sie hat schon viel Großes erbracht, möge dieses Stipendium helfen, dass noch weiteres Großes auf die Beine gestellt wird. Sie befindet sich damit in einem Kreis mit so illustren Leuten wie Tim Berners-Lee, dem Vater des World Wide Webs, und Andrew Wiles, der eines der letzten großen mathematischen Rätsel aus dem 18. Jahrhundert löste.

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Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion

IDGS

UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: Welche Chancen auf inklusive Bildung haben gehörlose, schwerhörige, taubblinde, spätertaubte Kinder und Kinder mit Cochlea Implantat in der Freien und Hansestadt Hamburg?

Zu diesem Thema findet am 18. September eine Podiumsdiskussion in der Uni Hamburg statt. Grundlage wird das Positionspapier „Inklusion in der Bildung“ vom Februar 2010 sein.

Eine induktive Höranlage, Schrift- undGebärdensprachdolmis stehen für die Veranstaltung zur Verfügung. Auf Anfrage kann eine Assistenz für taubblinde Menschen organisiert werden.

Die Senatsbeauftragte für Behindertenfragen hat die Schirmfrauenschaft übernommen.

Behinderung ohne Behinderte!? - Ringvorlesung an der Uni HH

ZeDis

Barrierefreie Vortragsreihe "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies"

An der Universität Hamburg findet vom 18. Oktober 2010 bis 31. Januar 2011 jeden Montag von 16.30 bis 18.00 Uhr eine Vortragsreihe im Rahmen der Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies" statt. Die Vorträge werden von GastdozentInnen aus ganz Deutschland gehalten, die zumeist selbst von Behinderung betroffen sind. Die Veranstaltungsreihe wird vom Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) ausgerichtet und findet in der Edmund-Siemers-Allee 1, Raum 221 (Westflügel), Hamburg statt. Sämtliche Vorträge werden von SchriftmittlerInnen gedolmetscht und die Räumlichkeiten sind rollstuhlgerecht.

Die Ringvorlesung und andere Veranstaltungen des ZeDiS stehen allen Interessierten offen, eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Das Veranstaltungsprogramm ist einsehbar unter http://www.zedis.uni-hamburg.de/?cat=216. Das ZeDiS gibt einen Newsletter heraus, schicken Sie hierzu bitte eine kurze Email an zedis@uni.hamburg.de.

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DGS-Korpus-Infoveranstaltung in Rostock

DGS Korpus

Wann? 15.09.2010 um 16 Uhr
Wo? im Gehörlosenortsverein Rostock, Henrik-Ibsen-Str. 20 (Stadtteil Evershagen)
Referent: Peter Thiel
Bei Fragen bitte an mvp@dgs-korpus.de wenden.

Spenden für die Gebärdensprach-Uni

Uni Bad Kreuznach

Eine Uni aus Privatinitiative zu gründen, das ist ein gewaltiger Kraftakt. Das macht nicht nur viel Arbeit, man braucht auch Geld für Vorbereitung und Organisation. Der neu gegründete Verein ruft deshalb zu einer Spendenaktion auf:

"Liebe Freunde!
Wie Ihr es schon auf unserer HP und Facebook erfahren habt, der notwendige Verein zur Gründung der ersten Europäischen Gebärdensprach-Uni ist inzwischen auch beim Amtsgericht in Bad Kreuznach eingetragen, so dass wir mit der Spendenaktion starten können.
Wir sollen zwar politisch unterstützt und öffentlich gefördert werden, aber wir müssen auch eigenes Geld mitbringen.
Wir müssen als Erstes dieses Grundstück für rund 7 Mio Euro bis Anfang 2011 kaufen.
So ein geeignetes Grundstück kommt so schnell nicht wieder, um eben alle üblichen Fakultäten wie auf einer anderen Universität in Gebärdensprache anbieten zu können, deswegen handelt es sich um eine reelle Chance unseres schon sehr alten Wunsches nach einer barrierefreien Uni.

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DGS-Korpus-Infoveranstaltungen

DGS Korpus

Hildesheim:
Wann: 16. Juni 2010, 18:00 Uhr (Einlass 17:30 Uhr)
Wo: Freizeitheim der Gehörlosen, Lucienvörderallee 8, Hildesheim
Referent: Jörg Apel

Stuttgart:
Wann: 19. Juni 2010, 10:30 Uhr
Wo: Gehörlosenzentrum Stuttgart, Hohenheimer Str. 5, 70184 Stuttgart
Essen und Trinken sind vorhanden, der Eintritt ist selbstverständlich frei!
Referentin: Annette Bach
Für Fragen und weitere Informationen bitte wenden an: stuttgart@dgs-korpus.de

Passau:
Wann: 22. Juni 2010, ab 15:00 Uhr
Wo: Gehörlosenclubheim Schalding l.d.D., Schalternerstraße 21, 94034 Passau
Referentin: Katharina Busch
 

'Mit Hand und Verstand'

Gl-Uni

Um das Projekt einer Gehörlosen-Universität voranzutreiben (s.u.), soll "Mit Hand und Verstand" Förderverein für Gebärdensprache, Wissenschaft und Forschung gegründet werden. Dr. Ingo Barth, einer der Initiatoren, schreibt:

"Viele Gehörlose haben sich bei uns gemeldet, weil sie in Deutschland an der ersten Gebärdensprach-Universität studieren wollen.

Ihr wollt studieren! Wir wollen eine Universität schaffen. Wir wollen den Förderverein "Mit Hand und Verstand" für Gebärdensprache, Wissenschaft und Forschung gründen! Dann können wir Fördergelder und Spenden aus Politik und Wirtschaft sammeln!

Ohne euch Gehörlose geht es nicht! Meldet euch und macht mit! Wir brauchen Gehörlose, die uns ehrenamtlich unterstützen! Wir treffen uns 2-3 mal im Jahr in Bad Kreuznach. Ihr werdet regelmäßig über alles informiert. Wir brauchen dringend Webdesigner und Fotografen, auch Filmemacher für Übersetzungen in DGS und Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit. Wenn Gelder gesammelt sind, bekommt ihr eure Arbeit bezahlt!

Das nächste Treffen findet am 31. Mai von 15.30 bis 22.00 Uhr in Bad Kreuznach statt. Werdet ihr auch Gründungsmitglieder! Macht mit! Bei Interesse meldet euch bitte rechtzeitig bei Frau Mimi Clausen oder Herrn Dr. Ingo Barth."

E-Mail: gebaerdensprachige_universitaet@yahoo.de
Homepage: www.gehoerlosen-universitaet-deutschland.de

Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?

Zeitschrift Nervenheilkunde

Diese Frage versuchen S. Müller und A. Zaracko in einem Aufsatz zu beantworten, der in der Zeitschrift Nervenheilkunde veröffentlicht wurde. Schnellleser sehen sich meist zuerst das Fazit, das Ende des Artikels an, und das stimmt scheinbar versöhnlich:

Mit Respekt auf die Autonomie des Kindes und sein Recht, später selbst zu entscheiden, ob es in der Welt der Hörenden oder der Deaf Community oder in beiden leben möchte, empfehlen wir – wie inzwischen auch der Bundeselternverband gehörloser Kinder e. V. –, gehörlose Kinder sowohl mit einem CI zu versorgen, als auch Gebärdensprache erlernen zu lassen. Statt des Entweder-oder sollte im Interesse der betroffenen Kinder ein Sowohl-alsauch ermöglicht werden.

CI PLUS Gebärdensprache, das klingt doch wirklich sehr versöhnlich. Aber hat der Bundeselternverband wirklich die Versorgung mit einem CI empfohlen?

Und wer ein wenig genauer hinschaut, findet auch dies:

Verweigern nun die Eltern die Versorgung ihres Kindes mit einem CI, kann beispielsweise der das Kind behandelnde Arzt das zuständige Familiengericht anrufen, das dann zu prüfen hat, ob ein Sorgerechtsentzug für die Frage der Versorgung mit einem CI vorzunehmen ist. Ein vollständiger Entzug des Sorgerechts stünde dabei nicht zur Debatte, sondern nur der Entzug des Sorgerechts für diese bestimmte Gesundheitsfrage. Bislang gibt es aber noch keine Präzedenzfälle.

Ein schwacher Trost: NOCH hat es keinen solchen Fall gegeben. Aber es könnte ihn durchaus geben. Ärzte und Richter wissen schließlich genau, dass Hören besser ist als Taubsein. Haarsträubend! Schlimm genug, dass "Fachleute" Eltern traktieren, ihr gehörloses Kind implantieren zu lassen. Demnächst könnten sie womöglich dafür sorgen, dass Eltern das Sorgerecht (nur für diese Entscheidung natürlich!) genommen wird und Kinder zwangsimplantiert werden. Kommen da nicht unselige Erinnerungen hoch? - Aber die Kinder haben ja ein "Recht auf ein CI!"

Diesen Artikel muss man gelesen haben:
Neuroethik & Neurophilosophie: Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?
[Free download] anklicken!

P.S.: Dazu passt ein Fall, der zur Zeit in den USA vor Gericht verhandelt wird. Eine Frau hat ihren geschiedenen Mann verklagt, weil er die gemeinsame Tochter nicht zwingt, ihre CIs zu tragen, sondern in ASL mit ihr kommuniziert:
Man Faces Contempt of Court for Not Forcing Daughter to Wear Ear Implants

AVWS-Fachtag im BBW Leipzig

Fachtag AVWS

Am 9. Juni 2010 findet im Berufsbildungswerk Leipzig der "1. Leipziger AVWS-Fachtag" statt. Die Diagnose AVWS bei Schülerinnen und Schülern an Förderschulen hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Das BBW Leipzig hat sich in einem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Förderpädagogik der Universität Leipzig mit dieser Thematik gerade in Bezug auf den berufsbildenden Kontext beschäftigt und Handlungs- und Förderempfehlungen für pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeitet. Mit dem 1. Leipziger AVWS-Fachtag soll eine Reihe ins Leben gerufen werden, die Wissenschaft und Praxis vereint und einen Austausch über Herausforderungen im pädagogischen Alltag anregt. Die Hauptreferentin Frau Dr. Alexandra Ludwig (Universität Leipzig) wurde zudem vor kurzem für ihre Forschungsarbeiten zu zentral-auditiven Verarbeitungsstörungen mit dem Stiftungspreis der GEERS-Stiftung ausgezeichnet.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Fachtag unter: www.leipziger-avws-fachtag.de

Linkshändig gebärden

Lina Feller

Lina Feller studiert in Zwickau Dolmetschen und möchte in ihrer Diplomarbeit herausfinden, wie linkshändige Gebärdende bestimmte Gebärden ausführen. Sie kam auf die Idee, weil sie selbst Linkshänderin ist und in ihrer Ausbildung manchmal auch ihre rechtshändigen Dozenten nicht weiter wussten.

Lina:

"Links oder rechts? Bist du Linkshänder und gehörlos oder CODA? Dann brauche ich Deine Hilfe! Ich bin auch Linkshänderin und studiere im 8. Semester in Zwickau Gebärdensprachdolmetschen. Manchmal weiß ich nicht, wie ich bestimmte Gebärden ausführen soll. Deshalb möchte ich jetzt im Rahmen meiner Diplomarbeit möglichst viele DGS- kompetente Linkshänder interviewen, um herauszufinden, wie Ihr gebärdet - um damit den zukünftigen linkshändigen DGS- Lernern zu helfen. Zur Auswertung würde ich eine kurze Videoaufnahme von Euch machen, die nur von mir und meinen Prüferinnen gesehen wird. Ich freue mich über jede Antwort an L.Feller@web.de".

EEG-Studie, die 2. Runde

EEG

Jana Hosemann und Annika Herrmann schreiben:

Unsere erste Runde der EEG-Studie ist vorbei und hat sehr gut geklappt. Es hatten sich schon einige Leute gemeldet, aber für die Statistik braucht man sehr viele Teilnehmer. Daher machen wir eine zweite Runde in der Woche vom 22.3.-27.3.

Zur Einladung haben die beiden ein DGS-Video erstellt.

Behinderung ohne Behinderte!? - Ringvorlesung an der Uni HH

ZeDis

Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies"

das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) bietet im Sommersemester 2010 wieder eine Ringvorlesung an, die allen Interessierten offen steht. Sie findet diesmal montagabends in der Edmund-Siemers-Allee 1 im Ost-Flügel (Hamburg, Nähe Bahnhof "Dammtor") statt. Die Räumlichkeiten sind für Rollstuhlfahrer/innen zugänglich. Die Ringvorlesung wird wieder durchgängig für von Hörbehinderung betroffene Teilnehmer/innen von Schriftmittler/innen gedolmetscht.

Für den Vortrag am 30.06. (Dr. Anke Langner: "Behindertes Geschlecht") wird versucht, zusätzlich Gebärdensprachdolmetscher/innen zu organisieren. Dieser Vortrag findet in Kooperation mit der Partnerinitiative AG Queer Studies statt, außerplanmäßig an einem Mittwoch von 19 bis 21 Uhr im Von-Melle-Park 5, Raum 0079, Universität Hamburg.

Teilnehmer für interessante EEG-Studie gesucht

EEG

Die Universitäten Mainz und Göttingen starten Anfang März eine EEG-Studie zu Gebärdensprachsätzen.

Annika Herrmann & Jana Hosemann suchen hierfür noch gehörlose DGS-Muttersprachler im Raum Mainz und in ganz Deutschland, die an der Studie teilnehmen möchten:

Wir zeigen euch, wie man mit Still-Sitzen Geld verdienen und gleichzeitig die Gebärdensprachforschung unterstützen kann. Mit einer speziellen Kappe auf dem Kopf sieht man sich Gebärdensprachvideos an und ihr sagt uns was ihr darüber denkt. Einfacher geht’s nicht. Es werden zwar viele Kabel an der Kappe befestigt, um die Gehirnaktivität zu messen, man spürt aber nichts von dem EEG-Gerät. Die Vergütung beträgt 15 Euro pro Stunde und wir übernehmen die Fahrtkosten.

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